Aufsatz 
Lenau als Naturdichter
Entstehung
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34 Herrn Th. Gesky ¹) aus Merſeburg. Die Beſtätigung der vollzogenen Wahl durch das Königliche Provinzial⸗Schul⸗Collegium zu Caſſel erfolgte durch Reſcript vom 18. Mai.

Am 1. December folgte Herr Kilian, nachdem er über 10 Jahre an hieſiger Anſtalt gewirkt hatte, einem Rufe an die höhere Töchterſchule zu Wiesbaden. Möge dem geehrten Herrn Collegen auch in ſeiner neuen Stellung die Achtung und Liebe zu Theil werden, mit welcher Eltern, Collegen und Schüler ſein pflichttreues und erfolgreiches Wirken im Dienſte hieſiger Schule anerkannten und ehrten. An ſeine Stelle hier wurde Herr Dr. Raßmann*²) aus Münſter gewählt und die voll⸗ zogene Wahl von dem Königlichen Provinzial-Schul-Collegium durch Reſolution vom 12. December beſtätigt.

Nach dieſen Veränderungen beſteht das Lehrer-Collegium am Schluſſe des Jahres aus folgen⸗ den Mitgliedern:

1) Rector Uihlein, Ordinarius der Oberſecunda.

2) Ordentl. Lehrer H. Meyer, Ordinarius der Unterſecunda und Tertia.

3) Ordentl. Lehrer Dr. H. Kley, Ordinarius der Quarta.

4) Proviſ. Lehrer Dr. V. Raßmann, Ordinarius der Quinta.

5) Proviſ. Lehrer Th. Gesky, Ordinarius der Sexta.

6) Proviſ. Lehrer C. Roth.

7) Frühmeſſer Bayer, für katholiſche Religion in allen Claſſen.

8) Pfarrer Habermehl, für evangeliſche Religion in Quarta, Tertia und Secunda. 9) Lehrer Kohlhof von der Elementarſchule für Geſang in allen Claſſen.

B. Aunterricht.

a. Allgemeine Bemerkungen.

Die finanziellen Schwierigkeiten, mit welchen die höhere Bürgerſchule bisher von Zeit zu Zeit kämpfen mußte, haben das innere Gedeihen derſelben nicht im Mindeſten beeinträchtigt; feſt und unverrückt ſind die von der hohen Behörde für den Unterricht geſetzten Normen befolgt worden.

¹) Theodor Gesky, geb. den 27. Auguſt 1837 zu Merſeburg, erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vorbildung auf dem Domgymnaſium zu Merſeburg und bezog nach abſolvirter Matuxitätsprüfung Oſtern 1858 die Univerſität Halle, wo er anfangs Theologie, dann Philologie ſtudirte. Michaelis 1878 Fübernahm er eine interimiſtiſche Stellung als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer an der Realſchule I. Ordnung zu Wittſtock, und vom 1. Juli 1863 bis dahin 1864 die Leitung der höheren Privatſchule zu Burbach bei Siegen. Nachdem er hierauf längere Zeit im Königreich Sachſen als Lehrer thätig geweſen war, beſtand er am 18. Januar 1868 die Prüfung pro facultate docendi und wurde im Herbſt 1868 am Gymnaſium zu Eutin angeſtellt, in welcher Stellung er bis zu ſeiner Berufung nach Geiſenheim Oſtern 1872 verblieb.

¹) Dr. phil. Victor Raßmann, geb. den 11. Auguſt 1839 zu Münſter in Weſtphalen, ſtudirte, nachdem er vom Gymnaſium zu Münſter mit dem Zeugniſſe der Reife 1857 entlaſſen worden, auf der Academie daſelbſt Ge⸗ ſchichte und claſſiſche Philologie und widmete ſich darauf längere Zeit im Auslande, namentlich in Brüſſel, Paris und London dem Studium der neueren Sprachen und Literatur. Nachdem derſelbe 1864 die Prüfung pro facultate docendi beſtanden, hielt er das vorgeſchriebene Probejahr an der Realſchule erſter Ordnung zu Aachen ab, unterrichtete auch ferner an dieſer Anſtalt, ſowie ſpäter am Realgymnaſium zu Neuß und an der höheren Lehranſtalt zu Lüdinghauſen vorzugsweiſe in neueren Sprachen. Auf Grund ſeiner Diſſertation:Quid Italia ad litteras gallicas saec. XVI. contulerit iſt er von der philoſophiſchen Facultät zu Tübingen zum Doctor der Philoſophie promovirt worden. Seine Berufung an die höhere Bürgerſchule zu Geiſenheim erfolgte am 1. December 1872.