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1913. 23. Januar. Herr K. Fischbach wird mit Versehung einer Stelle am Gymnasium in Höchst a. M. beauftragt. 1913. 3. März. Herrn Prof. Dr. Worgitzky wird ein vierteljähriger Urlaub zu einer
wissenschaftlichen Reise gewährt.
b) Verfügungen des Kuratoriums der höheren Schulen. Februar. Das Kuratorium erklärt sich damit einverstanden, daß Herrn Prof. Dr. Worgitzky ein vierteljähriger Urlaub für eine wissenschaftliche Reise gewährt wird.
1913. 12. Februar. Das Kuratorium erklärt sich damit einverstanden, daß Herrn Oberlehrer Dr. Schenk ein halbjähriger Urlaub für eine wissenschaftliche Reise gewährt wird.
1913. 5. März. Das Kuratorium erklärt sich damit einverstanden, daß Herrn Ober- lehrer Dr. Löffler ein zweimonatlicher Urlaub für eine wissenschaft- liche Reise gewährt wird.
1913.
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III. Chronik.
Mit dem Schluß des vorigen Schuljahres verließen uns nach Ableistung ihres Probe- jahres die Herren Dr. Pflug und Groll. Ersterer ging als Oberlehrer an das Realgym- nasium in Altona, letzterer wurde dem Realprogymnasium in Biedenkopf überwiesen. Herr P. Scheibe wurde mit der Versehung einer Stelle an der Musterschule beauftragt. Die wissenschaftlichen Hilfslehrer Herr L. Müller und Herr Dr. Konze blieben weiter an unserer Schule. Ersterer war während des ganzen Schuljahres wegen Teilung der Ober- prima mit voller Stundenzahl, letzterer im Sommerhalbjahr zum Teil mit der Vertretung der zu militärischen Ubungen einberufenen Herren Oberlehrer Dr. Liesau und Dr. Wende- roth beschäftigt. Für das Winterhalbjahr war Herr Dr. Konze zur Vornahme wissen- schaftlicher Arbeiten beurlaubt. Zur Fortsetzung ihres Probejahres wurden uns überwiesen Herr Karl Fischbach und Herr Dr. Friedrich Lorey. Letzterer übernahm zugleich die durch den Weggang des Herrn Dr. Pflug frei gewordene Hilfslehrerstelle und wurde nach Vollendung seines Probejahres vom 1. Oktober 1912 ab als Oberlehrer an unserer Schule angestellt. Er berichtet über seinen Lebenslauf folgendes:
Ich, Friedrich Wilhelm Lorey, wurde am 14. September 1885 zu Frankfurt a. M. geboren. Von 1802—1895 besuchte ich die Souchaymittelschule, hierauf das Goethegymnasium meiner Vater- stadt. Nachdem ich Ostern 1904 das Abitürientenexamen bestanden hatte, studierte ich auf der Akademie zu Frankfurt a. M. und hierauf in Marburg die neueren Sprachen. Dort bestand ich am 3. März 1900 das Doktorexamen und am 23. April 1910 das Staatsexamen. Das Seminarjahr legte ich am Wöhler- realgymnasium ab: die erste Hälfte des Probejahres verbrachte ich in Frankreich und England; während der zweiten Hällte war ich an der Sachsenhäuser Oberrealschule mit der Vertretung eines Oberlehrers beschäftigt. An dieser Anstalt bin ich seit 1. Oktober 1912 als Oberlehrer tätig.
Herr K. Fischbach blieb nach Vollendung seines Probejahres noch an unserer Schule bis Neujahr 1913 und übernahm dann die Vertretung eines erkrankten Oberlehrers am Gymnasium in Höchst.


