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nw. an ihm entlang.(30. VII.— 2. VIII.) Gan⸗ entsprechend verlaufen die Regengebiete, die von S kommen. Allerdings wird ihre Westrichtung meistens durch die gewöhnliche Ost- bewegung der Abzweigungen atlantischer Maximums aufgehoben.
Liegt ein TM zwischen zwei H, so zieht es mit anticyklonaler Bewegung um das stärkere, für gewöhnlich das westlichere. Dem entsprechend zieht sich in solcher Lage von einem Regengebiet ein Stück, abgetrennt oder im Zusammenhang bleibend, meistens in Streifenform in das Festland hinein. Sind beide H gleich stark, So bleibt das TM auf dem Sattel zwischen ihnen in Ruhe und ein von ihnen gespeistes Regengebiet ebenfalls. Aus diesem Grunde liegt V. 4 Tage, vom 22.— 25. VIII., in der Schweiz.
Liegt ein TM sehr nahe an einem H. so ist die Drehung besonders stark. S0 dreht sich 11.—14. VI. ein TM um mehr als 180 um ein H und entsprechend schnell läuft mit ihm sein Regengebiet(siehe F. 11. VI.).
Die Ausläufer haben das Bestreben, mit TM in H-gebiete einzudringen. Ob ihnen dies gelingt, hängt von der beiderseitigen Stärke ab. In einem wichtigen speziellen Falle, daß Ausläufer eines nordwestlichen HM auf eine durch Deutschland hindurchreichende Zunge höheren Druckes stoßen(s. Fig. 11), die von einem spanischen oder dem atlantischen H mit nordöstlicher Richtung ausgeht, gelingt ihnen ein Eindringen nicht. Auf der Zunge entlang gleiten Teilmaxima, schwache Gebiete höheren Druckes und von ihnen werden die Ausläufer parallel zur Zunge entlang geführt. Es bilden sich keine TMl aus und das Regengebiet bleibt auf das HM beschränkt. Hierher gehören die nordwestlichen Gebiete mit dem Typus I. Ist genügend Spielraum für die Ausbildung schwacher TM, so bilden sich diese und wir erhalten kleine sekundäre Regengebiete(Typus II der nordwestlichen Gebiete(Fig. 5). In solchem Falle ist eben anzunehmen, daß etwaige weitere Ausläufer des HM in eine Lücke hinter dem sich abzweigenden H-9gebiet gelangen, den Streifen durchbrechen und ein Regengebiet über Deutschland führen,
Befindet sich, wenn ein Streifen höheren Druckes durch Deutschland reicht, ein HM im Süden(S. Fig. 13), so wird in der Regel durch das Zusammenwirken von nördlichen und südlichen TM auf den Streifen dieser durchbrochen. Als solche Durchbrechungsstelle erscheint besonders oft Westdeutschland und bei südwestlicherer Lage Südfrankreich, ent- sprechend der häufigen Ausbildung von sekundären M auf der Nordsee und Biskaya. Im ersten Falle erhalten wir dann meistens ein Regengebiet von der Form eines NS- Streifens, der bald östlich abwandert, der zweite Pall kommt für gewöhnlich bei der Bildung der französischen Gebiete(S. diese) in Frage.
Trotz aller Selbständigkeit aber, welche die TMI besitzen, pleiben sie und damit ihre Regengebiete in ihrer Energie abhängig vom HNM. Sowie die TM nicht mehr von dem großen HYMI gespeist werden, lassen sie an Energie nach und die Wassermenge des Regen- gebietes sinkt. Das tritt ein, wenn sich zwischen sie und ihr HNMl ein Ausläufer höheren Druckes schiebt, auch wenn dieser noch so schwach ist. Dies wird besonders gut kenntlich an den Kanalgebieten, die durch TM. gespeist werden, die in den Rücken eines deutschen H gelangen. Eine Abtrennung vom HM führt(. B. bei B 1. VI.) Sofort zur Zer- sSplitterung des Gebietes.


