Aufsatz 
Ueber deutsche Grammatik als Lehrgegenstand an deutschen Schulen / von L. Geiger
Entstehung
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8. H. Goldſchmidt'ſche Stipendienſtiftung.

Den ſtatutariſchen Beſtimmungen der oben genannten Stiftung entſprechend, theilen wir über die Wirkſamkeit derſelben im abgelaufenen Schuljahre Nachſtehendes mit.

Stipendiaten der Stiftung waren in dieſem Jahre fünf, darunter vier Hieſige, einer aus Baiern, Schüler des hieſigen Gymnaſiums. Einem Dr. phil. und einem Dr. jur., die Beide mit Hilfe der Stiftung ihre Studien abſolvirt haben, wurden, mit Rückſicht auf den durch tüchtige literariſche Arbeiten bekundeten ausgezeichneten Erfolg ihrer Studien, zur Fortſetzung ihrer wiſſen⸗ ſchaftlichen Arbeiten weitere Stipendien bewilligt. Außerdem erhielten zwei Schüler des hieſigen Gymnaſiums und ein ehemaliger Schüler der Realſchule der israelitiſchen Gemeinde, der nach Abſolvirung des Curſus unſerer Schule in die hieſige höhere Gewerbeſchule eingetreten iſt, anſehn⸗ liche Stipendien. Die guten Zeugniſſe, die allen Dreien zur Seite ſtehen, geben uns die Gewähr, daß die Mittel der Stiftung in einer dem Zwecke derſelben entſprechenden Weiſe verwendet worden ſind.

Aus der Verwaltung der Stiftung iſt am 1. Januar d. J. der Delegirte des Schulraths der israelitiſchen Gemeinde Herr Ignaz CEr eizenach bei ſeinem Austritt aus dieſem Collegium ausgeſchieden und an deſſen Stelle Herr Auguſt Rothſchild delegirt worden. Das Verwaltungs⸗ Collegium beſteht demnach außer dem Stifter, Herrn B. H. Goldſchmidt, aus den Herren Bernhard Horkheimer, J. Königswarter, Gymnaſial⸗Director Profeſſor Dr. Mommſen, Dr. med. Neubürger, Hirſch Weiller und dem Unterzeichneten.

Frankfurt a. M., 21. März 1870.

Director Dr. Baerwald.