E. Lehrmittel.
Die von dem Oberlehrer Dr. Koerber unter Aſſiſtenz des Gymnaſiallehrers Dr. Zilch verwaltete Gymnaſialbibliothek, welche incl. der Schülerbibliothek gegenwärtig 6892 Bände zählt(gegen 6801 des Vorjahrs), die verſchiedenen Abtheilungen der nach Klaſſen geſonderten Schülerbibliothek, der Vorrath von Schulbüchern der bibliotheca pauperum, ſowie die ſonſtigen Sammlungen und Lehr⸗ mittel wurden durch geeignete Anſchaffungen aus den etatsmäßigen Mitteln ergänzt und vermehrt.— An Geſchenken erhielt die Anſtalt außer den Programmen der zum Tauſchvereine gehörenden Lehr⸗ anſtalten und den bei der Univerſität Marburg im verfloſſenen Jahre erſchienenen Druckſchriften noch folgende:
1. Von dem hieſ. Verein für Naturkunde„Meteorologiſch⸗phänologiſche Beobachtungen“ aus der Fuldaer Gegend, geſammelt von dem Verein. Fulda 1877.
2. Von Herrn Kantor Geſang eine größere Anzahl(20) zum Theil gut erhaltener, in den mittlern und obern Klaſſen zu gebrauchender Schulbücher für die bibl. paup.
3. Von Herrn Dr. med. Juſt. Schneider deſſen„Führer durch die Rhön“. Würzburg 1877.
4. Von Herrn Ingenieur Keller a. einen Sägetaucher(Mergus serrator) und b. eine Schallente (Anas clangula).
5. Von dem Abiturienten Graf Schaffgotſch eine große Anzahl(70) zum Theil gut erhaltener Lexika und Schulbücher für die bibl. paup., ſowie einen Fiſchreiher.
6. Von Herrn Gymnaſialdirektor a. D. Dr. Wilh. Wiegand, einem Schüler des hieſ. Lyceums, dermalen in Gießen, wo derſelbe am 21. März c. ſein 50 jähriges Doktorjubiläum beging, deſſen Schrift: „Eudoxia, Gemahlin des oſtrömiſchen Kaiſers Theodoſius II.“. Worms 1871.
7. Aus dem Nachlaſſe des verſtorbenen Herrn Domkapitular Dr. Georg Joſ. Malkmus eine
Anzahl Schul⸗ und anderer Bücher. Im Namen der Anſtalt ſpreche ich für dieſe Zuwendungen den verbindlichſten Dank aus.
F. Stipendien und Anterſtützungen.
Abgeſehen von den Söhnen der Lehrer, ſowie von 5 dritten Brüdern wurden 20. dürftigen und würdigen Schülern das Schulgeld ganz oder theilweiſe erlaſſen, wozu die Verwaltungskommiſſion bis zu einem Zehntel der Solleinnahme Ermächtigung hat.
Das Staatsſtipendium(129 M.) wurde an die Primaner Werner und Riehl und den Quin⸗ taner Fues zu reſp. 60, 39 und 30 M. vergeben; das Wehner'ſche Stipendium(M. 41,15) erhielt der Unterſekundaner Erb, das Haberſack'ſche(42 M.) der Unterſekundaner Hüber; von dem Ertrage des Och'ſchen Stipendiums(165 M.) wurden die Unterſekundaner Hoffmann und Sauer mit 40 bezw. 35 M., die Tertianer Fink, Schrimpf und Kübel mit je 30 M. bedacht; das Moſer'ſche Stipendium (27 M.) wurde dem Unterſekundaner Joſ. Lang, das Schmitt'ſche(M. 68,57) zur einen Hälfte auf Präſentation der Stifterin, Frau Obergerichtsrath Schmitt, dem Sextaner Adam Schultheis, zur an⸗
dern dem Primaner Wiegand verliehen. 5


