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wiederholt als im Grabfeld liegend in den Urkunden vor, theils allein, theils verbunden mit der Gemarkung von Kazaha(Kautz). 8521) ſchenkt Richard ſeine Beſitzungen in Luchesono et in Kazahano marcu; ebenſo ſchenkt 867 ²) Egilhart all ſein Eigenthum, das er hatte in Provincia Grapfeld in finibus Luchesono. Damit iſt die ſüdliche Grenze des Grabfeldes nach dem Saalgau hin außer Zweifel geſtellt, und wir hätten nunmehr nur noch Rückſicht auf die Urkunden zu neh⸗ men, in denen die Mark Flieden erwähnt wird, um zu unterſuchen, ob man etwa, entgegen der ganz natürlich geographiſchen oder auch urkund⸗ lich beſtimmbaren Grenzen auf den Höhen, genöthigt werde, in das Thal der Flieden herabzuſteigen und daſſelbe zum Saalgau zu rechnen. Es iſt nicht zu verkennen, daß die Urkundens²) vom Jahre 806 eine gewiſſe Unklarheit enthalten; es ſind aber dieſe von einem Tage, am 23. November, ausgefertigt, und daraus erklärt ſich die merkwürdige Uebereinſtimmung. Zur Vorſicht fordert übrigens auch ſchon der Um⸗ ſtand auf, daß wir von dieſen drei Urkunden nicht einmal mehr eine Copie zur Vergleichung haben, ſondern lediglich auf den Abdruck bei Piſtorius angewieſen ſind, und die Summarien derſelben bei Eberhard gar keinen Gau angeben.*) Freilich ſtehen ſie bei Eber⸗ hard in dem Capitel, was die Schenkungen aus dem Saalgau um⸗ faßt; daraus folgt jedoch noch nicht, daß ſie wirklich in demſelben ge⸗ legen ſind. Schon Wenck hat mit Recht einen Beweis daraus zu entnehmen für nicht hinreichend erklärt, zumal bei einer großen Anzahl dieſer Summarien offenbare Abweichungen von den Urkunden, ſoweit wir ſie noch zum Vergleiche übrig haben, an den Tag treten und auch
¹) Schann. trad. 474. Dronke, Nr. 562.
²) Schann. trad. nr. 508. Dr. 598. Förſtemann II. 394 hat hier zwei Urkunden verwechſelt; die eine vom Jahre 874 bei Dronke, Nr. 611 ſpricht auch von einem Kazaha, das iſt allerdings, ſchon der Aufzählung und ſeiner Lage nach unter den dort angeführten Orten wie Schmalkalden, Waſungen u. ſ. w., nicht an die ſüdweſtliche Grenze des Grabfeldes zu ſetzen, ſondern es iſt dies Ober⸗ und Unterkatz im Amte Waſungen. Dagegen iſt in der Urkunde Nr. 562 durch die Verbindung mit Elmaha(Elm), der Gemarkung von Lauchendorf(Luchesono) und Kautz(Kazahano) die Lage gar nicht mißzuverſtehen. Das in der Urkunde Nr. 158 vorkommende Lüchese ſteht in der eigentlichen Schenkungsurkunde Em⸗ hilds gar nicht; außerdem iſt übrigens auch die ganze Urkunde gefälſcht. Sickel, act. reg. II. 411. Wie wenig zuverläſſig übrigens die ſog. Summarien ſind, kann man hier bei dieſen beiden Urkunden deutlich ſehen. Die eine Urkunde Dronke, Nr. 562 erſcheint in zwei Auszügen Dronke, 39, 1. und 39, 6. der Art, daß man ſie nach den Namen in den Schenkungen für zwei ſelbſtändige Traditionen halten könnte.
²) Dronke, Nr. 237, 238 und 239, bei Schannat, trad. 209, 210, 213.
4⁴) Dronke, ant. cap. 5. 33, 34, 44.


