Aufsatz 
Der ursprüngliche und echte Schluß der Odyssee Homers / von Professor Dr. Ludwig Adam
Entstehung
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ſoll¹), da ſie auch Odyſſeus abends in den Männerſaal beſchied, um vielleicht von ihm Kunde von ihrem Gatten zu erhalten ²). Odyſſeus wirft den Freiern vor, ſie hätten zu ſeinen Lebzeiten um ſein Weib geworben, weshalb ſie jetzt die gerechte Strafe treffe ¹). Er kann daher jene Worte, die Penelope den Freiern gegenüber äußert, ſie ſolle, wenn Telemach erwachſen, und er noch nicht zurück ſei, wieder heiraten, gar nicht geſprochen haben ¹). Und nun wird Penelope ſelbſt, die nichts von jenen wiſſen will, gar als eine kokette, hinterliſtige Frau dargeſtellt, die ſich ſchmückt, um den Freiern Geſchenke abzulocken?). Darüber freut ſich Odyſſeus), weil ſie jene mit ſchmeichleriſchen Worten betört, während ſie anders denke („οσ oOi da ᷣνοννα. Dies iſt nur begreiflich, wenn beide Gatten im Einverſtändnis mit einander handelten; denn Athene hatte die ganze Scene veranlaßt, damit Penelope rνυᷣ mοατο do, τσι reæ iοs, ¹ A⁴ο εων

Auch Amphimedon ſtellt in der Unterwelt die Sache ſo dar, als habe Odyſſeus beim Bogenſchuß ſeine Gattin zur Entſcheidung der Frage über ihre Wiederverheiratung überredet?). Auf dieſes Einverſtändnis der Gatten weiſt auch eine andere Stelle in XVII. 541 f. hin. Als nämlich Penelope ſich beklagt, daß die Freier ihr alles verſchleuderten, weil kein Mann wie Odyſſeus da ſei, um dem Unfug zu ſteuern, mußte Telemach nieſen. Darüber freut ſie ſich als ein gutes Vorzeichen und erklärt:

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Eine ſolche zuverſichtliche AÄußerung über den Untergang der Freier iſt nur verſtändlich, wenn dahingehende Vorbereitungen von Vater und Sohn getroffen waren, und Penelope davon Kenntnis hatte. Auch in der Hadesfahrt ſcheint der Dichter das Motiv der Wiederverheiratung der Gattin des Odyſſeus vorauszuſetzen, da

1) XVI. 397.

²) XVII. 528 f., 575 f., XIX. 103 f. 3) XXII. 38 f.

¹) XVIII. 269 f.

³) XVIII. 158 ff.

) 281 f.

)XXIv. 167 f.

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