Aufsatz 
Der ursprüngliche und echte Schluß der Odyssee Homers / von Professor Dr. Ludwig Adam
Entstehung
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ab ovo gedichtet hätten, als das unerreichte Muſter für alle jene Dichter hin; ja noch mehr, er bringt Rhapſodie und tragiſche Idee in den engſten Zuſammenhang. Er ſagt nämlich): 10 od rO0τν Sπυνν κ̈rd öotv, öneo oꝓuue orov, abrd rd Odνμανα ᷣα luναν ε‿νάκ τ πmew⁰‚, deνεαοον s radra r] Ser εςαν, οτον s roντιν dναιπ 5μενv αι eloτνν, dm'enee Teloνſot, rd ο τν⅔ νmοαμινννα ἀet âo els T rOaανχν ε data raoοᷣ (Sc. umκηιρσεςσ εαεsναντο dO αorot ràs reννò daανς 01 TO4Tral r rro. Rhapſodie und tragiſche Kunſt werden hier in engſte Beziehung gebracht, mit dem Bemerken, daß der Dichter und Rhapſode die von ihm geſchaffenen Werke ſelbſt vortrug, ganz wie es oben in den verſchiedenen Scholien angedeutet wurde. Wenn Spengel in der Anmerkung zur Stelle meint, es fehlten die Worte α s, und unter Rhapſodie ſei nicht die epiſche Poeſie, wie unter roaνπιπ die tragiſche Kunſt zu verſtehen, ſondern nur der Vortrag der Gedichte, ſo überſieht er eben, daß der Philoſoph in Übereinſtimmung mit ſeiner ganzen Theorie des Epos nur den Homer im Auge hat, den erſten Rhapſoden und tragiſchen Dichter, der die von ihm neugeſchaffenen Epen ſelbſt vortrug. Nur unter dieſer Vorausſetzung konnte er bei der Einteilung der Dichter in jambiſche und heroiſche ſagen, Homers Margites ſtehe in demſelben Verhältniſſe zur Komödie, wie Ilias und Odyſſee zur Tragödie*). Er betont dabei jedoch ausdrücklich die Verſchiedenheit der Entſtehung beider Dichtungsarten. Denn er fährt fort:Als aber Tragödie und Komödie ſelbſt hervortraten, zeigte ſich dieſelbe Verſchiedenheit des eigentümlichen Naturells, das die einen zu der einen, die andern zu der andern Dichtart hinzog; dieſe gaben jetzt den Jambus auf und wurden, Komödien-, jene das Epos und wurden Tragödien dichter*). Auch aus dieſen Stellen ergibt ſich, daß Homer der erſte Tragödiendichter und zugleich Rhapſode war, der lange vor Entſtehung der eigentlichen Tragödie ſchon die Idee derſelben ver⸗ wertete. Selbſt aus den Bemerkungen des Euſtathius leuchtet noch derſelbe Gedanke hervor; denn bei Beſprechung des Wortes m0

¹) Rhet. III 1. ed. Spengel. Vergl. die Anmerkung. 2) Poet. IV, 9 f. 3) Poet. IV,§ 13.