Aufsatz 
Zur Methode des französischen Unterrichts / von Kühn
Entstehung
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Chemie(3 bezw. 5 Std. wöchentlich).

a) Praktische Chemie 2 St. obligat., 2 Std. fakult.). Die Schüler analysierten einfache, in Wasser lösliche und unlösliche Substanzen. Die weiter vor- geschrittenen Schüler analysierten alle Arten von zusammengesetzten Körpern, namentlich Mineralien und Gesteine. Einige führten leichtere quantitative Analysen aus und übten sich in der Bestimmung des specifischen Gewichtes. Henrich.

b) Theoretische Chemie(1 Std. wöchentlich). Repetition der unorganischen Chemie der Alko- hole und der aus ihnen dargestellten wichtigsten Verbindungen. Die Kohlenhydrate, die aromatischen Verbindungen, die Fette und die wichtigsten or- ganischen Säuren. Henrich.

Unterprima. Ordinarius: Prorektor Dr. Uth. Deutsche Sprache(3 Std. wöchentlich). Schillers Jungfrau von Orleans undMaria Stuart, LessingsMinna von Barnhelm und Goethes Iphigenie. Geschichte der deutschen Litteratur bis 1748. UÜbungen in der Deklamation und in freien Vorträgen. Alle vier Wochen ein Aufsatz. Steiger.

Lateinische Sprache(3 Std. wöchentlich).

a) Grammatik: Gerundium und Supinum. Sodann beständige Wiederholung der wichtigsten syntaktischen Regeln nach Schultz' kleiner lat. Sprachlehre. ÜUbersetzen nach Schultz Übungs- buch. Wöchentlich ein Domesticum oder Extem- porale.

b) Lektüre: Ciceros erste und zweite Rede gegen Catilina. Sallust. Catil. I-XVII.

Steiger.

Französische Sprache(4 Std. wöchentlich). Be- endigung der Syntax und Wiederholung einzelner Abschnitte. Mündliche und schriftliche Über- setzungen aus Plötz. Vbungen zur Syntax. Sprech- übungen, Extemporalien und Aufsätze meist im Anschlufs an die Lektüre und zwar vorzugsweise aus Guizot, Récits historiques(Bielefeld. Velhagen und Klasing) und Thiers, Campagne d Italie 1800 (ebendaselbst erschienen). Aulserdem wurden ge- lesen: Villemain, Histoire de Cromwell, I(zum Teil) und O. Feuillet, le Village. Kühn.

Englische Sprache(3 Std. wöchentlich). Beendi- gung der Syntax nach Gesenius, Lehrbuch der englischen Sprache. Sprechübungen, Extemporalien

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und Aufsätze, meist im Anschlusse an Marryat, the Settlers in Canada und Green. History of the English People. Aus letzterem wurde der Ab- schnitt über Heinrich VIII. gelesen; aufserdem Shakespeare's König Lear. Kühn.

Religion(2 Std, wöchentlich). Protestanten: Glaubens- und Sittenlehre nach Beck, das Christentum nach Geschichte und

Lehre, Teil II. Neuere Kirchengeschichte. Repetitionen aus der alttestamentlichen Bibelkunde. Krebs.

Geschichte(3 Std. wöchentlich). Neuere Geschichte von der Reformation bis 1789 nach Herbst, Hülfs- puch für die oberen Klassen der Gymnasien und Realschulen. Spangenberg.

Mathematik(5 Std. wöchentlich). Geometrie der Kegelschnitte. Höhere Gleichungen. Unendliche petitionen.

Analytische

Determinanten.

Reihen. Re- Uth.

Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich). Die Lehre von den Schattenkonstruktionen, Ein- leitung in die Lehre von den Centralprojektionen: Punkt, Gerade und Ebene in ihren Beziehungen zu der Bildebene und dem Projektionscentrum.

Aug. Schmidt.

Physik(2 Std. wöchentlich). Die Lehre vom Lichte: Ausbreitung des Lichtes in demselben Stoffe, Reflexion, Refraktion und Absorption des Lichtes; das Auge und die optischen Instrumente.

Aug. Schmidt.

Mechanik(2 Std. wöchentlich) Einleitung in die theoretische Mechanik: Die Lehre von der Xqui- valenz der Translationen und der Rotationen um parallele, sich schneidende und sich kreuzende Axen. Die Flemente der Lehre von der Geschwin- digkeit, der Beschleunigung und den Krätten. Elementarmechanik: Repetition und teil- weise Erweiterung der Mechanik der festen und der tropfbar flüssigen Körper.

Aug. Schmidt.

Chemie:(3 bzw. 5 Std. wöchentlich).

a) Praktische Chemie(2 Std. obligatorisch, 2 Std. facultat.). Die Schüler erhielten Anleitung zur Knalyse einfacher Substanzen, löslicher sowohl als unlöslicher. Es wurde darauf gesehen, dals möglichst viele Reaktionen ausgeführt wurden, und dals die Schüler Rechenschaft, darüber ablegen konnten. Henrich.