Aufsatz 
Griechischer Unterricht auf homerischer Grundlage
Entstehung
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21 Die Aufgaben der diesjährigen Maturitätsprüfung lauteten:

a) am Gymnasium: aus deutscher Sprache: Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein.(Schiller, Wallensteins Lager); aus magyarischer Sprache: A magyar népkölteszet hatäsa a mũüköltészetre; aus Latein: UÜbersetzung aus Mayers Lehrbuch der Geschichte für die unteren und mittleren Klassen höherer Lehranstalten, 1. Heft, Seite 50»Hannibal durch Kühnheit... bis Seite 51... an das Adriatische Meer.« 30 Zeilen; aus Mathematik: 1. Man legt in eine Kasse, die das Geld zu p(5%) verzinst, r(500 K) ein, am Anfang des nächsten Jahres 2r Kronen usf. zu welchem Betrag wachsen alle diese Ein- lagen in n(10) Jahren an? 2. In eine Kugel vom Radius R(25 cm) das grösste Tetraeder ein- zuschreiben, sein Volumen zu berechnen.

b) an der Realschule: aus deutscher Sprache: Krieg und Humanität; aus magyarischer Sprache: A Zripyiâsz; aus Mathematik: 1. Der Verlauf der Funktion y= f(X)= 11* 2 4X soll untersucht werden. In welchen Punkten schneidet die Kurve die x Achse? Unter welchen Winkeln wird die x und y Achse geschnitten, welches sind die Maxima und Minima der Kurve und wie gross ist der Inhalt der Fläche, die begrenzt wird von der x Achse und der Kurve zwischen den Punkten x=O und X= 1? 2. Der Punkt C bewegt sich so in einer Ebene, dass die Summe der Quadrate seiner Abstände von den Punkten A=(4,0) und B=(0,4) kon- stant gleich 48 ist; der Punkt D bewegt sich in derselben Ebene so, dass die Differenz der Quadrate seiner Abstände von den Punkten A und B konstant gleich 48 ist. Es sind die Bahn- gleichungen der Punkte zu bestimmen; es ist durch Rechnung und Zeichnung zu untersuchen ob die beiden Bahnen sich schneiden; es sind die Punkte zu bestimmen, in denen die Be- wegungsrichtungen von C und D parallel sind und es ist die Entfernung zu bestimmen, bis zu der sich C und D unter günstigen Verhältnissen nähern können.

3. Schulfeste. Den Namenstag Sr. Majestät unseres Königs feierten wir am 4. Oktober mit einer Ansprache des Gymnasialprofessors Michael Csaki. Am 31. März hielt Gymnasial- professor Dr. Hans Connert zur Feier des 100. Geburtstages Bismarcks vor den versammelten Professoren und Schülern im festlich geschmückten Auditorium eine Festrede, die von passenden patriotischen Liedern eingeleitet und geschlossen wurde. Am Karfreitag hielten folgende Schüler der 8. Gymnasialklasse in hergebrachter Weise vor zahlreichen Gästen und Freunden der Schule selbstverfasste Vorträge: Karl Klein eine Rede über das Thema:»Tod ist Leben«, Gustav Reissenberger ein Gedicht mit der Uberschrift:»Das Christentum der Sieg der Wahrheite und Walther Scheiner ebenfalls ein Gedicht unter dem Titel:»Karfreitagsglocken«.

4. Die Visitation der Anstalt durch den Herrm Oberdirektor Béla von Walther fand in der Zeit vom 4. bis 10. Februar statt.

5. Schulreise. Am Schluss des Schuljahres 1913/14 war das Ziel unserer Reise wieder Italien, Ankona, Rom, Neapel, Palermo, Taormina, Messina, Catania, zur See nach Triest. Unter der Führung des Direktors, Professor Dr. Connerts, Dr. Arnold Henrichs beteiligten sich 25 Schüler, als Gäste hatten sich angeschlossen Seminardirektor Dr. Josef Capesius, Frau Professor Connert, Frl. Ortrun Schuster und Martha Schoppelt. Die Kosten der Reise betrugen für einen Schüler 290 Kronen, wovon für jeden Schüler 70 Kronen aus dem Reisefond gedeckt wurden, die übrigen Teilnehmer kamen selbstverständlich für den ganzen Betrag selbst auf. Auf dem Heimweg, als wir von Catania 1 Stunde unterwegs waren, erhielten wir durch Funken-