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III. Chronik.
Dienstag 19. April, vormittags 8 Uhr: Feierliche Eröffnung des Schuljahres 1898/99, wobei der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Maxeiner, der bisher am Realprogymnasium in Geisen- heim gewirkt hatte, in sein Amt eingeführt wurde.
Die üblichen Ausflüge der einzelnen Klassen unter Führung der Klassenlehrer fanden diesmal am 3. Mai statt.
An der am 18. Mai zu Höchst a. M. abgehaltenen Versammlung des Vereins von Lehrern höherer Unterrichtsanstalten der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck nahmen die Herren Oberlehrer Lohmann, Rausenberger, Dr. Arendt, Nebelsieck, Dr. Zingel und Dr. Bauer teil.
Die Sommerferien dauerten vom 3. Juli bis 1. August.
Am 15., 16., 18., 19., 22. und 23. August musste der Nachmittagsunterricht wegen zu grosser Hitze ausgesetzt werden.
Vom 21. November 1898 bis 11. Februar 1899 begann der Vormittagsunterricht um 8 ½ Uhr.
Der Geburts- und Todestage der verewigten Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. wurde in der nächstvorhergehenden oder nächstfolgenden Hora gedacht.
Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde in der herkömmlichen Weise durch Declamation, Gesang und Musikvorträge sowie durch eine Festrede des Herrn Professors Israël„Ober das Gesetz“ festlich begangen. Da die Aula zu dem gleichen Zwecke um 10 Uhr der höheren Mädchenschule zur Verfgung stehen musste, so fand unsere Feier schon um 8 ½ Uhr statt.
Auch in diesem Jahre hat die Anstalt den Verlust eines Schülers durch den Tod zu beklagen. Am 13. August starb Arvid Schmidt aus Vorschulklasse 1 b an Diphtheritis. Lehrer und Schüler der Anstalt nehmen an dem Schmerze der Eltern innigen Anteil.
Der Gesundheitszustand war im verflossenen Schuljahre bei Lehrern und Schülern im ganzen günstig. Nur während des Winters waren einige Mitglieder des Lehrerkollegiums kurze Zeit an der Erteilung ihres Unterrichts durch Unwohlsein gehindert, und im November u. Dezember mussten einige Schüler der Vorschule wegen Masern und Röteln der Schule fernbleiben.
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