Das naturgemäße Turnen an den höheren Schulen.
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Uorwort.
Die nachſtehende Abhandlung, zu Beginn des Jahres 1861 niedergeſchrieben, war zum Abdrucke in dem Oſterprogramme deſſelben Jahres beſtimmt, konnte jedoch dazu wegen unvor— hergeſehener Umſtände nicht gelangen.
Die Anerkennung der Bedeutung und Wichtigkeit der Leibesübungen, ſowie das denſelben von Seiten aller Derer, welche der Erziehung eine beſondere Aufmerkſamkeit widmen, zuge⸗ wandte Intereſſe veranlaſſen ihn jetzt zur nachträglichen Veröffentlichung ſeiner in mehrjähriger Thäͤtigkeit in dieſem Unterrichtsgegenſtande gemachten Erfahrungen und Anſichten. Daß manche derſelben ſeit einem Jahre auch anderwärts gehegt und ausgeſprochen worden ſind, kann ihm nur zu um ſo großerer Befriedigung gereichen.
Welch' einen erfreulichen Aufſchwung das Turnen in unſerem Vaterlande genommen, ergibt ſich einmal aus den Seitens der verſchiedenen Regierungen mit faſt durchweg warmem Herzen für die Turnſache ergriffenen wirkſamen Maßregeln, um das Turnen als nothwendigen Beſtandtheil der Jugend- und Volksbildung*) und als treffliche Schule auch für das Heerweſen in ſeine Rechte einzuſetzen, ſowie auch andrerſeits aus der zahlreichen Bildung ſolcher Vereine aus allen Klaſſen der Geſellſchaft, die es ſich zur Aufgabe gemacht haben, das Turnen neben
*) Die„Neuen Jahrbücher für Turnkunſt. Freie Hefte für Erziehung und Geſundheitspflege, in Ge⸗ meinſchaft mit Friedrich, Kawerau, Schreber, Schildbach, Waßmannsdorff herausgegeben von Dr. M. Kloß, Dresden in Commiſſion von C. Schönfelds Buchhandlung,“ worin Bd. VIII. Heft 1 p. 31 ein beherzigenswerther Aufſatz über„das Turnen als Ergänzung des Militärdienſtes“ enthalten iſt, werden hiemit Schulbehörden und jedem pädagogiſchen Leſekreiſe auf das Angelegenſte empfohlen.
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