— 11—
und er fragt gar nicht den Chor und erhält ja auch nicht von diesem eine Antwort, sondern wendet sich gleich an den Wächter, und dieser giebt ihm Bescheid. Und doch scheinen jene Worte an sich nur in Bezug auf den Wächter recht zu passen: dessen Verlangen und Ruf nach Kreon„entsprechend“ ist dieser zufällig gerade jetzt erschienen, und um dessen Meldung eines neuen Vorfalls anhören zu können, rechtzeitig herausgetreten; nicht eigentlich aber kann der König sein Erscheinen als Fuμμμεoos mit irgend einem Ereigniss selbst bezeichnen, das etwa auf die Bestattung des Polyneikes unmittelbaren Bezug hat, oder mindestens müsste er dann wohl 7G% roixν τieνςανꝙ— sagen. Nun aber ist der Vers im Laur. gar nicht so über- liefert, wie er gewöhnlich gelesen wird, sondern statt 7rννσ steht dort srων im Texte und jenes ist nur von Læ darüber geschrieben(im Paris. A: roονμννσν‿πη). Dass ssεεν nur ein Glossem für Troouοεν sei, ist gar nicht wahrscheinlich, viel eher mag ⸗roous- conjicirt worden sein, um ein richtiges Metrum wieder herzustellen, vgl. auch oben p. 7 meine Bemerkungen über die Lesarten von Læ. Ich vermute daher, dass vielmehr 7roig corrupt ist und röx-j zu 8⁴ ⁹ν gehört, in der Bedeutung„zufällig“, wie es z. B. 1182 steht: τον—τσμνασα αdd* rνν eoſ, dort wie an unserer Stelle, um wenigstens durch ausdrückliche Berufung auf den Zufall das für die drama- tische Entwicklung erforderliche Erscheinen der Personen zu motiviren; vgl. Phil. 546.— Wenn nun zöxy mit dem danebenstehenden egeεφν zu verbinden ist, so hat an Stelle von 7α vielleicht gestanden, dem vorausgehenden zt entsprechend, als substantivisches Neutrum(wie oft, z. B. Soph. Ai. 795, O. C. 1474; ebenso 1⁰⁷):„wofür(d. i. für welches Bedürfniss, Anliegen, oder ähnlich) passend und rechtzeitig bin ich zufällig herausgekommen?“ Dann stünde ruuμᷣrdoc zu zux in einem gewissen Gegensatze; mit langer Mittelsilbe in der Arsis aber wäre es gebraucht, wie z. B. Soph. Frg. 379 Dind. 4ετοααα(æu πτιαιοαιστσοςσας), vgl. Phil. 179 olc 1u) usrοο ic" in einem Pherecrateus), ib. 296 α ν 1πιτοισσι—Qάκνιυνιοοων εσυηιαιαιιωντ μυ. Die Trennung der beiden Dative zᷣ-ruxt wird denjenigen vielleicht hart erscheinen, die sich an die Verbindung von roix-röxy gewöhnt haben: mögen sie dann„-rν*½ verbinden und mit L SEeH„»„ lesen. Mir aber scheint die Trennung durch den Sinn geboten, wie ich oben dargelegt habe; und ähnliches kommt oft genug vor, vgl. den homerischen Sprachgobrauch, den Krüger II§ 50, 2, 10 und Ameis in seinen Commentaren erwähnt hat, z. B. β 206 cliνεα vije aerie S0 ¹⁶αeυοσμιέην(ε für raıτε, d. i. Penelope), B 576 0⁷ d⁸ ee&!ZO-Gè, ατσν ννυυν οιαν xεεναν⁴dανμνν vgl. auch α 340, 3 186, G 413(Zeus dε uεyd'o εxκuνe Gi,αœα œeνααν Wo usydAæ„laut“ zu zxruns gehört). Soph. Antig. 1119 f. lrνsαœ☛ννεςσ εϑeνοεσν ϑςν οοQͥBö ⅙wawwA 1' dyde euususi œrααννένᷣεκνν, Wo suusveic nicht zu dyd« gehört. Plat. leg. 885 a ols ν dorso sie zoννιυνννeνεεένκαςτοεε, und and.
v. 411 αmέκ dνρν εα ταeά̈ν vπνεει 6,G₰νν μſ' ατον ου Sεαο πᷣsvyöres, Sysorh wiεν μe⁸⁶ςρο‿ ο ⁸αmeηιιϑοι eeαινσν, e! iεο rν⁶˙ αμex⁶νσωπQ,Q́cṽüövov.
Ueberliefert ist v. 412 SA⁴*h, was Dindorf und Nauck nach Stephauus in Sα⁴o geändert haben; doch wäre der Conjunctiv hier wol ebenso gut möglich, wie der Optativ. Nun aber scheint mir keiner der beiden Modi als Mod. finalis hier am Platze zu sein wegen der Bedeutung von εᷣꝓαςνyyözses, und für Smn⁷ν⁵ ist wol galsi zu lesen. π.έα†σνρ ννα nämlich bedeutet doch: ich bin entflohen, entronnen, bin geborgen; so überall schon bei Homer(auch ρανάαμιέρννο), und ebenso bei Sophokles: Ant. 437 10 1ν„ναρ ατν ενα ααρᷣκᷣ:πεα—σεννε α αστον, Phil. 1044 doxo⁵
2*


