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diesem Stoffe aber die Form zu geben, die gerade in der betr. Zeit für die Klasse pafst, das ist des Lehrers eigenste Aufgabe. Vor allem mufs von dieser Vorlage gefordert werden, das sie in gutem und flielsendem Deutsch abgefafst sei; besondere Schwierigkeiten dürfen nicht hineingearbeitet werden. Ist das Extemporale, das ca. 150 deutsche Worte enthält ¹), geschrieben, so hat es erst die Hälfte seines Zwecks erfüllt: die Berichtigung durch die Schüler, die nicht genau genug kontrolliert werden kann, die Wiederholungsfragen, die
sich an den Text anlehnen, bilden die andere Hälfte.
Für die häuslichen Arbeiten— etwa je eine im Tertial— mögen in der Regel die Texte nach dem UÜbungsbuch bezeichnet werden; um Abschreibereien der Schüler zu erschweren, kann man auch für bestimmte Schüler oder Gruppen derselben verschiedene Stücke bezeichnen. Für den Verlauf einer Lektürestunde in 0. 1 und einer Grammatik-Lektion in U. I giebt der Referent im folgenden je 1 Beispiel.
Beispiel einer Lektion in der lateinischen Grammatik(U. J.). A. Vorbemerkung.
Die letzte schriftliche Schularbeit hatte die Regeln über die Verba des Forderns, Fragens und Bittens in Erinnerung gebracht und den Abschnitt über die Fragesätze an einigen Beispielen wieder- holt. Nachdem das Extemporale durchgesprochen war— die Be- richtigung der Fehler wird von den Schülern zu Hause besorgt—, schlofs sich daran eine Repetition der Regeln über die Fragesätze überhaupt. In einer Unterrichtsstunde wurden die direkten Fragen mit ne, nonne, num durchgegangen und die einfachen abhängigen Fragesätze erläutert und verglichen mit der Ausdrucksweise im Deutschen und im Griechischen. Die ersten Fragen der nachstehen- den Lektion sollen die Ergebnisse jener Besprechung wieder auf- frischen.
B. Gedankengang der Lektion.
Wie leitet der Deutsche die Fragesätze ein, auf die er die
Antwort ja erwartet, wie der Römer, wie der Grieche? Was hat
¹) Anm. Die Vorlage für die Reifeprüfung mag 180— 200 deutsche Worte enthalten.


