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thatsächlich die Idee von einem nationalen Wirtschaftsganzen zu verwirklichen gesucht hat, welches dem nationalen Staatskörper erst die Nahrung zuführt; es kann hier schon angedeutet werden, dals dies in Deutschland erst durch den Zollverein und das Reichszoll- gesetz von 1879 in Wirksamkeit gesetzt worden ist; hierbei ist es unbedingt nötig, darauf hinzuweisen, dass die Zölle als Grenzsteuern ein Akt der Gerechtigkeit gegen die inländischen Produzenten, als Schutzzölle für Industrie und Landwirtschaft in bedrängten Zeiten — und in denen leben wir— unbedingt erforderlich sind; es ist namentlich die Geschichte des römischen Bauernstandes, welche gleich belehrend wie abschreckend wirken muſs. Bei Colbert ist dann die Einseitigkeit des Merkantil⸗physiokratischen⸗ und Iudustrie- systems aufzuzeichnen, indem alle drei nur je eine Seite(Handels- gewinn, Bodenkraft, Arbeit) der Volkswirtschaft nach Menschenart hervorheben, anstatt alle drei. Bei der Geschichte Karls II. Stuart ist nach Green und Macaulay zu zeigen, wie das Jahr 1660 das Geburtsjahr des modernen Englands ist, wie Franz Bacon, die „neue Wissenschaft,“ gelehrt hat, welche nicht blols Erfahrungs- wissenschaft ist und auf der Induktion beruht— die kannte Aristo- teles schon—, sondern welche dieser wissenschaftlichen Thätig- keit durch das Ziel, das sie ihr setzte, nämlich das Wohl der Menschheit, eine solche Wucht der Verantwortung auflegte, dals man weder in leicht geflügelte Spekulation verfiel, noch sich zu der modernen Verkehrtheit verstieg, welche Erfahrungs- mit absolutem Wissen verwechselt. Die Vertreibung der Stuarts, die declaration of rights geben Gelegenheit, das Wesen des Parlamentarismus— im Gegensatz zum konstitutionellen Königtum— 2u veranschau- lichen, dem das Haus Hannover alsbald den schwersten Tribut zu zahlen hatte. ¹)
Indem man den spanischen und französischen Absolutismus mit dem der Hohenzollern vergleicht und zeigt, daſs beide so verschieden sind wie starre Selbstsucht und hingebende Selbstlosigkeit, kommt der Geschichtslehrer zu seiner erfreulichsten Thätigkeit in jenen Zeiten, zu den Hohenzollernhelden: dem grofsen Kurfürsten, Friedrich Wilhelm I., dem grofsen König, den drei gewaltigen Baumeistern und Bauherrn des preuſsischen Staates. Hier fehlt leider der Raum, auch nur die hinreichenden Andeutungen zu geben, die mir aller-
¹) Vgl. die einschlägigen Werke von Gneist, L. Bucher und Tod d.


