27
VI. Stiftungen.
Die bei Abgang des Herrn Direktors Profeſſor Spieß von einer Anzahl Schüler desſelben als Zeichen ihrer Dankbarkeit zu einer„Spießſtiftung“ geſammelten Beiträge von ca. 800 Mk. ſind, da die Vorfragen noch nicht erledigt ſind, noch nicht zur Uebergabe und ſtiftungsmäßigen Verwaltung gelangt.
VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern bezw. deren Vertreter.
Die Schlußprüfung findet am letzten Schultag Mittwoch, den 30. März, Vormittags 8 Uhr ſtatt: Prima: Religion, Eichhoff; Secunda: Latein, Hetzel; Iertia: Geſchichte, Wolſcht; Quarta: Franzöſiſch, Spilling; Quinta: Naturgeſchichte, Koch; Sexta: Rechnen, Vogt.
Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 18. April, Vormittags 8 Uhr mit der Auf⸗ nahmeprüfung, zu welcher der Direktor ſchriftliche oder mündliche Meldungen bis zum 17. entgegen⸗ nimmt. Vorzulegen ſind Impf⸗ bezw. Wiederimpfſcheine und Schul⸗ bezw. Abgangszeugniſſe.
Zur Aufnahme in die Sexta iſt das vollendete 9. Lebensjahr erforderlich.
Ortsfremde Schüler dürfen ihre Wohnung nur nehmen oder wechſeln nach vorhergehender Genehmigung des Direktors.
An die Herren Hauswirte, Koſt⸗ und Quartiergeber richte ich die dringende Bitte, ſowohl in ihrem Intereſſe als in dem der Schüler, des Gymnaſiums und der Stadt auf die Erhaltung der Disciplin auch ihrerſeits zu achten. Insbeſondere bitte ich dafür zu ſorgen, daß die Schüler im Sommer nach 8 reſp. 9, im Winter nach 6 bezw. 8 Uhr Abends ohne beſondere Erlaubnis des Direktors oder Ordinarius ihre Wohnung nicht mehr verlaſſen; ferner nach dieſer Zeit keine Beſuche anderer Schüler zu geſtatten, jedenfalls keine größeren und regelmäßigen Beſuche zu irgend einer Zeit zuzulaſſen. Durch rechtzeitige Verhinderung bezw. Anzeige derſelben, ſowie durch Wahrung von Sitte und Anſtand können auch die Hauswirte und Quartiergeber weſentlich zur Aufrechthaltung einer guten Zucht beitragen und die Verhängung ſchwerer Strafen verhindern. Kommen Ungehörigkeiten vor, ſo muß davon ſofort Anzeige erſtattet werden, wenn ſich die Quartiergeber nicht ſelbſt zu Mitſchuldigen machen und für ſich ſelbſt nicht unangenehme Folgen herbeiführen wollen.
Der Königl. Gymnaſialdirektor Profeſſor Dr. K. Fiſcher.


