Aufsatz 
Neue und wenig bekannte Syrphiden des palaearktischen Faunengebietes. Mit 11 Zeichnungen im Text
Entstehung
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der Unterschied zwischen den Gattungen Mallota und Merodon stark verwischt zu sein. Eine genauere Untersuchung zeigt aber, daß beide Gattungen doch recht scharf von einander ge- schieden sind.

Bei Merodon erhebt sich auf den Hinterschenkeln kurz vor der Spitze ein ziemlich steiler Vorsprung, der in einen Zahn ausläuft und nach der Schenkelspitze zu fast gradlinig abfällt; dabei ist er von beiden Seiten wie die Klinge eines Messers geschärft und oft auf dem Rande mit kleinen Zähnchen besetzt; bei Mallota ist der Vorsprung ein einfacher Höcker, der nie in einen Zahn ausläuft, nach allen Seiten gewölbt ist und weit vor der Spitze endet. Das Untergesicht springt bei Mallota sehr stark vor und reicht weit unter die Augen herab; die Fühler stehen stets über der Kopfmitte, das dritte Glied ist fast quadratisch. Bei Merodon dagegen springt das Unter- gesicht nur wenig vor(der Höcker fehlt fast ganz) und ist nur wenig, oft gar nicht unter die Augen herabgezogen; die Fühler sind auf oder unter der Mitte des Gesichtes eingefügt, das dritte Glied ist länglichrund.

Die Behaarung des Gesichts ist bei Mallota verhältnis- mäßig dünn und lang, bei Merodon kurz gerade abstehend und fast gleichlang. Die fußförmige Hinterrandzelle ist bei Mallota- fast bis zum Flügelrande ausgezogen, mithin nur sehr kurz gestielt, die beiden sie begrenzenden Adern bilden einen spitzen Winkel miteinander. Bei Merodon endet die Zelle mit einem stumpfen Winkel weit vor dem Flügelrand und ist daher ziemlich lang gestielt.

Der generische Unterschied zwischen den Gattungen Mal- lola s. str.(Rond.) und Zetterstedtia Rond. kann dagegen nicht mehr aufrecht erhalten werden. Denn wegen der stark ver- dickten Schenkel und der im männlichen Geschlechte zusammen- stoßenden Augen gehören die neuen Arten zu Zetterstedtia, wegen der sehr deutlichen Behaarung der Augen aber zu Mallota s. str. Die Gattung Zatterstedtia Rond. ist demnach einzuziehen und kann nicht einmal als Untergattung bestehen bleiben.

Von der Gattung Mallota waren seither fünf Arten aus dem palaearktischen Gebiete bekannt, denen durch die vorliegende Arbeit drei neue hinzugefügt werden konnten.