Aufsatz 
Natur und Dichtung in der Schule / vom Oberlehrer [d.i. Friedrich August Finger ]
Entstehung
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7. Der immergrüne Baum, darum auch das Bild der Treue.

O Tannenbaum, o Tannenbaum, Wie treu ſind deine Blätter! Du grünſt nicht nur zur Sommerszeit, Nein, auch im Winter, wenn es ſchneit. O Tannenbaum, o Tannenbaum, Wie treu ſind deine Blätter!

Volkslied.

O Tannenbaum, du edles Reis, Biſt Sommer und Winter grün; So iſt auch meine Liebe, Die grünet immerhin. Uhland. Den Wecſel ſelbſt der Jahreszeiten läßt Der Tannenwälder ewig Dunkelgrün, Der Felſen ewig frühlingsloſe Oede In unſrer Wildniß weniger bemerken. Uhland.

Es ſpricht die Tanne guten Muths: Ob auch an Blüten ich darbe, Mein Reichthum iſt Beſtändigkeit, Ob Sonne ſcheint, obs ſtürmt und ſchneit, Nie ändr' ich meine Farbe. A. Grün.

Hier, wo der gelehnete Fels, mit immergrünenden Tannen Bewachſen, den bläulichten Strom zur Hälfte mit Schatten bedecket, Hier will ich ins Grüne mich ſetzen. Kleiſt. 8. Der düſtre, dunkle Baum und Wald. O Birke, die ſo heiter Aus dunkeln Tannen glänzt. Uhland.

Da ſteht in ſchwarzer Tannen Mitte, Verlaſſen, eine Bruderhütte. Uhland.