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2 500 Gulden in Geld und an Materialien 468 Hemden, 60 Bett⸗ tücher, 96 Handtücher, 40 Paar Strümpfe, 200 Binden, 78 Spreu⸗ ſäckchen uſw. an den Vorſtand des Hauptvereins in Darmſtadt abgeſchickt worden, und 1000 Gulden lagen wieder zur Abſendung bereit. Es waren nur die Spenden aus Dieburg und nächſter Umgebung, denn in Babenhauſen, Reinheim und Groß⸗Umſtadt hatten ſich eigene Lokalkomitees gebildet, die ihre Spenden direkt nach Darmſtadt ſchickten.
Und das war erſt der Anfang; mit den ſich mehrenden Zahlen der verwundeten und erkrankten Krieger wuchs auch die Opferwilligkeit. Ein Beiſpiel für viele! In der Gemeinde Münſter ſchilderte Ende Auguſt der Pfarrer in der Kirche, der Bürgermeiſter in einer Gemeindeverſammlung die Leiden der ver⸗ wundeten Soldaten und das Elend in den von den Truppen be⸗ ſetzten Grenzgebieten. Daraufhin wurden aus der Gemeindekaſſe 100 Gulden für verwundete Soldaten und 273 Gulden für die im Feld ſtehenden Gemeindeangehörigen bewilligt, an Sammelbei⸗ trägen zur Pflege der Verwundeten wurden geſpendet 122 fl. 6 kr. ferner eine Kiſte Charpie, 120 Binden, 270 Kompreſſen, 168 Zentner Korn, Gerſte, Reis, Bohnen, Kartoffeln und andere Lebensmittel.¹
Von den Komitees in Dieburg, Babenhauſen, Groß⸗Umſtadt und Reinheim waren bis Ende Dezember aus dem Kreiſe Dieburg 8441 Gulden vereinnahmt.„Rechnet man hinzu, was Private und Gemeinden an Viktualien, Unterſtützungen und Bekleidungs⸗ gegenſtänden für die Soldaten im Feld direkt geſpendet haben, ſo werden ſich die aus dem Kreiſe Dieburg eingegangenen Be⸗ träge auf eine Summe von weit über 20 000 Gulden belaufen.“²
Der Vorſtand des Hülfsvereins im Großherzogtum Heſſen mit dem Zentralkomitee des Alice⸗Frauenvereins quittierten am 5. Oktober über eine Einnahme von 157987 Gulden 2 Kreuzern aus dem Großherzogtum Heſſen mit der Bitte um weitere reich⸗ liche Beiträge.“
Am 6. Auguſt trafen die Siegesnachrichten von Weißenburg und Wörth ein; am folgenden Tag, es war ein Sonntag, ſtrömten aus der ganzen Umgebung die Leute nach Dieburg, um näheres über die Siege zu hören und die gefangenen Franzoſen, inſonder⸗ heit die Zuaven und Turkos, zu ſehen, die im Laufe des Sonntag⸗ nachmittags hier durchkommen ſollten. Dichtgedrängt harrten die Menſchenmengen am Bahnhof; erſt abends um 9 Uhr kam ein Zug mit gefangenen Franzoſen, und in ihrer Erſchöpfung hatten ſie keine Luſt, ſich an den Fenſtern zu zeigen,“ nur die
1 St. Pr. Nr. 72 vom 31. Auguſt.
*St. Pr. Nr. 89 vom 26. Oktober.
3 St. Pr. Nr. 89 vom 26. Oktober.
4 St. Pr. Nr. 65 vom 10. Auguſt.


