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in öſterreichiſchen Dienſten ſich ruhmvoll ausgezeichnet, auch nach der Schlacht bei Solferino die Friedensunterhandlungen mit Napoleon geleitet.
Sein Manifeſt an die Truppen vom 18. Juni 1866 ſchloß mit den ſchönen, für die vorliegende Streitfrage allerdings etwas vieldeutigen Worten: Was immer die Zukunft uns bringen mag, ſie wird uns feſten Herzens, einigen Sinnes finden, und ſei die Aufgabe noch ſo ſchwer: Wir wollen und werden ſie löſen in Zuverſicht auf Gott, auf deutſchen Mannesmut und Deutſchlands gute Sache.i
Die Gemeinden des Kreiſes Dieburg bewilligten ihren im Felde ſtehenden Kriegern aus der Gemeindekaſſe eine Unterſtützung, gewöhnlich 5 Gulden für den Mann; bis zum 11. Juli hatten ſo im Kreiſe Dieburg 33 Gemeinden 2162 Gulden bewilligt.⸗
Am 30. Juni trat in Dieburg zur Unterſtützung und Pflege der Verwundeten ein Lokalkomitee zuſammen; an ſeiner Spitze ſtanden Kreisrat Küchler, Dekan Dr. Goy, Medizinalrat Dr. Kaiſer, Bürgermeiſter Weber, die Kreis⸗Aſſeſſoren: Callman, Emmerling, Pfarrer Schuchard, Forſtmeiſter Hoffmann und J. Rachor.
Die Sammlung bei den Dieburger Bürgern ergab bis zum 9. Juli 186 Gulden, einſchließlich 10 Gulden, die vom Turnver⸗ ein, und 2 Gulden, die von der Geſellſchaft Frohſinn gegeben wurden. Die Provinzialzeitung ſammelte außerdem 21 Gulden 21 Kreuzer nebſt Verbandzeug, Charpie uſw.:
Am 3. Juli fiel die Waffenentſcheidung bei Königgrätz; wie man ſie in Dieburg auffaßte, zeigt folgende Stelle ſeiner Zeitung: „Ja Oſterreich iſt Preußen unterlegen, aber nicht der Männer⸗ tapferkeit desſelben, ſondern jenem obſkuren Erfinder einer neuen Art von Höllenmaſchinen, denen gegenüber auch die gefeiertſten Helden aller Zeiten nicht widerſtanden hätten. Die Hekatomben, welche Oſterreich auf den Schlachtfeldern liegen ließ, ſind nicht in einem offenen ehrlichen Kampf gefallen, ſondern ſie ſind das Opfer eines perfiden Geſchoſſes und einer Kampfesweiſe geworden, welche die Welt bisher nicht gekannt“.“
Nachdem die Entſcheidung in Böhmen gefallen, war das Blutvergießen am Main zwecklos.
Zweimal, bei Fulda und Gelnhauſen, hatte das 8. Armee⸗ korps vergeblich die Vereinigung mit dem 7., den Bayern, ge⸗ ſucht. Die preußiſche Mainarmee konnte nicht mehr verhindert werden, ihren kühnen Vormarſch durch den Speſſart auszuführen. Noch ſtanden die Bundestruppen zwiſchen Hanau und Frankfurt,
1 St. Pr. Nr. 50, 22. Juni 1866.
²2 St. Pr. Nr. 53, 54, 55, 56 vom 3., 7., 10., 13. Juli 1866. ³ St. Pr. Nr. 54, 7. Juli. Nr. 56, 13. Juli.
4 St. Pr. Nr. 56, 13. Juli.


