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Dies ſind die wichtigſten Daten aus dem Leben eines Mannes, der während eines 26 jährigen Miniſteriums unter den merkwür⸗ digſten Epochen des menſchlichen Geſchlechtes, unter oft gefährlichen, unvorhergeſehenen und wundervollen Kriſen der Politik und bei einer zahlreichen und ſeltenen Konkurrenz genialiſcher und großer Köpfe ſo oft die Augen eines großen Teiles von Europa auf ſich gezogen, unter zwei großen und tugendhaften Regenten in öffent⸗ lichen Staatsangelegenheiten unendlich viel gearbeitet und alles, was er unternommen, mit Ruhe und Glück ausgeführt hat!
So faßt ein Biograph ſein Urteil über Albini zuſammen.
Wohl hat man Albini auch zu große Anpaſſungsfähigkeit und Schmiegſamkeit vorgeworfen, ähnlich wie dem Fürſtprimas Dalberg. Aber wenn ſich in wenigen Jahrzehnten die politiſchen und kulturellen Verhältniſſe ändern wie ſonſt nicht in vielen Jahrhunderten, ſollten ſolche Wandlungen an den einzelnen Menſchen ſpurlos vorüber⸗ gehen, ſollten nicht vielleicht gerade die Fähigſten unter ihnen ſich verſucht fühlen, dem Wandel zu folgen?
8. Dieburg im Jahre 1848 und 1849.
Von den revolutionären Zuckungen der Jahre 1848 und 1849 wurde Dieburg und ſeine Umgebung weniger in Mitleidenſchaft gezogen als etwa Rheinheſſen, der weſtliche Teil des Odenwaldes und die Bergſtraße. Zwar tat ſich auch in Dieburg ein Volks⸗ leſeverein auf, den man beſchuldigte, auf Brandſchatzung, Plünderung und Güterverteilung hinzuarbeiten. Er ſelbſt aber verwahrte ſich gegen„dieſe ſchändliche Verdächtigung“; der Verein habe, ſo hieß es in einer öffentlichen Erklärung vom 23. Mai 1849, nur den Zweck, ſich durch Zeitungen, Schriften und Reden über ſtaatliche Zuſtände und Tagesfragen zu unterrichten und allem Geſetzloſen entgegenzuarbeiten., In den Ortſchaften des alten Dreieicher Reichsforſtes äußerte ſich die Lockerung der Autorität in der Zu⸗
Die Grabſchrift lautet: Dieſer Stein deckt die Aſche des Freiherrn Franz Joſeph von Albini, kaiſerlich öſterreichiſcher Geheimerat und bevollmächtigter Miniſter bei dem Bundestag. Gebohren den 2. Juni 1748, geſtorben den 8. Januar 1816. Sein Leben gehörte dem Vaterlande. Auf dem Andenken des Edlen ruhet der Segen der Zeitgenoſſen. Ihm weihen dieſes Denkmal die trauernden Hinterlaſſenen.— Ihm folgte ſchon nach einem Jahr und ſieben Tagen in ein beſſeres Leben ſeine edle tugend⸗ volle jüngſte Tochter Babet Freifrau von Uichtritz, geborene Freiin von Albini, gebohren den 6. Juli 1785, entſchlafen am 15. Januar 1817 zu dem Morgen jenes großen Tages, wo kein Auge weint und Trennungen nicht ſind. Dem einzigen Kummer der glücklichſten Ehe weihet dieſe Denkſchrift der weinende Gatte, in deſſen Herzen ſie nie ſtirbt. Wandrer, ſei glücklich, wie er es leider nur kurze Zeit war.
z Wochenblatt für den Regierungsbezirk Dieburg, Nr. 22 vom 28. Mai 1849.


