cſei der hohen Wertſchätzung, deren ſich die Heimatkunde 4 im Unterrichte unſerer Schulen mit Recht immer mehr S erfreut(nach Conwentz“ ſoll ſogar der geſamte Unter⸗ richt in den Realien, namentlich in der Erdkunde und Naturgeſchichte, ein heimatkundliches Gepräge erhalten), kam mir etwa vor Jahresfriſt der Gedanke, zum heutigen Tage, der ein Markſtein in dem Leben unſerer Anſtalt iſt, vieles, was wir über Dieburgs Geſchichte mit Beſtimmtheit wiſſen oder mit einiger Sicherheit vermuten können, in einer auch für den gebildeten Laien verſtändlichen Form aneinanderzureihen und mit der Chronik der höheren Bürgerſchule zu einer Feſtſchrift zu vereinigen. Es gelang mir, zu dieſem Plane meinen Vorgänger, Herrn Direktor Dr. Seidenberger zu Gernsheim, als Mitarbeiter zu gewinnen. Vielfache wertvolle Anregung und Unterſtützung fand ich ferner bei dem Direktor des Römiſch⸗Germaniſchen Muſeums zu Mainz, Herrn Profeſſor Dr. Schumacher. Auch der Subrektor des hieſigen biſchöflichen Konviktes, Herr Dr. Bruder, und Herr Profeſſor Dr. Henkel zu Worms lieferten mir zwei beachtenswerte Beiträge. Allen dieſen Herren ſei auch an dieſer Stelle geziemender Dank geſagt!
Während die beiden erſten Abſchnitte der Feſtſchrift auch als heimatkundliches Ergänzungsheft im Unterrichte der höheren Bürger⸗ ſchule und der Volksſchule Verwendung finden können, ſoll der dritte Teil vor allem ein Erinnerungsblatt für diejenigen ſein, die als Lehrer und Schüler unſer ſind und waren. Haben ſie doch alle mehr oder weniger mitgeholfen, unſere Anſtalt aus kleinen
¹Die Heimatkunde in der Schule, Berlin 1906.


