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phie, lag von 1840— 1844 weiteren philosophischen Studien privatim ob, bestand im Sommer 1844 seine Staatsprüfung, wurde den 21. April 1845 dem Gymnasium zu Wiesbaden zur Abhaltung seines Probekur- sus zugetheilt und den 2. Januar 1846 zum Kollaborator ernannt.
Theodor Friedemann, geb. zu Wittenberg den 4. Juni 1822, erhielt, da sein Vater einem Rufe nach Weilburg als Direktor des dortigen Gymnasiums gefolgt war, seine erste Bildung auf dem Privat- pädagogium und vom Jahr 1835 auf dem Gymnasium daselbst, das er im Jahr 1840 mit dem Zeugniss der akademischen Reife verliess. Bis zu Ostern 1841 bildete er sich in dem älterlichen Hause zu Idstein, wohin unterdessen sein Vater als Archivdirektor versetzt worden war, durch Privatstudien weiter aus, besuchte hierauf, um Philologie zu studiren, bis zum Herbste 1843 die Universität Göttingen und war dort Mitglied der mythologisch-historischen Sozietät des Dr. Eckermann. Nach beendigtem Universitätskursus setzte er unter Leitung seines Va- ters seine Ausbildung fort und bereitete dabei seine beiden jüngeren Brüder zur Aufnahme in höhere Gymnasialklassen vor. Im Jahr 1845 bestand er die Staatsprüfung und ward mit dem Anfang des verflosse- nen Winterhalbenjahres dem hiesigen Gymnasium zur Abhaltung seines Probekurses zugetheilt.— Gedruckt erschien von ihm 1844 eine deut- sche metrische Uebersetzung der lateinischen Festode seines Vaters zur Vermählung Sr. Hoheit des Herzogs Adolph von Nassau.
Seit den Pfingstferien sah sich der Konrektor Hänle durch Krank- heit genõthigt, seine Lehrstunden auszusetzen. Diese mussten bis zu dem am 16. September erfolgten Schlusse des Sommerhalbjahres von den Hauptlehrern der Anstalt und dem beigezogenen Probekandidaten Bogler versehen werden. Dadurch war es nicht möglich, bei Ver- hinderungen anderer Lehrer, die für den Professor Dr. Firnhaber und den Gesanglehrer Kantor Kunz auf längere Zeit eintraten, ausser- ordentliche Klassen-Kombinationen ganz zu vermeiden.
Das mit dem 15. Oktober eröffnete Winterhalbejahr musste wegen fortdauernder Krankheit des Konrektors Hänle mit noch immer unzu- reichenden Lehrkräften begonnen werden, da der zur Aushilfe von dem Pädagogium zu Dillenburg an das hiesige Gymnasium dirigirte Kolla- horator Stoll erst den 30. Oktober eintrat. Ihm wurden, um durch Lehrerwechsel keine grösseren Störungen in den Klassen zu verursa- chen, als die Umstände durchaus nöthig machten, fast alle Unterrichts- stunden übertragen, für welche der Konrektor Hänle in Aussicht ge- nommen war.


