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Die Turnuͤbungen, an welchen 44 Schuler, naͤmlich 3 Primaner, 6 Secundaner, 13 Ter⸗ tianer, 14 Quartaner und 8 Quintaner Theil nahmen, leiteten Dr. Hinkel und Zeichen⸗ lehrer Stork.
Der Schwimmunterricht mußte wäͤhrend des Sommers 1839, weil es an einem Schwimm⸗ meiſter fehlte, ceſſiren.
Anmerkung. Die im Lehrplan ſeit Michaelis 1830 getroffenen und durch einen Beſchluß Kurf. Miniſteriums des Innern vom 15ten Oct. genehmigten Veraͤnderungen beziehen ſich hauptſaͤchlich auf eine zweckmaͤßige Vertheilung der Unterrichtsgegenſtaͤnde unter die betreffenden Lehrer, auf die Trennung der vorher combinirten Prima und Secunda in den Religionsſtunden, und auf die Einfuͤhrung des lateiniſchen Leſebuchs von Ellendt in Quinta nebſt der latein. Schulgram⸗ matik von Siberti in Quarta und Quinta ſtatt der bisher gebrauchten Ramshornſchen, die ſich als durchaus unpraktiſch ausgewieſen hat und mit dem naͤchſten Semeſter auch in den obern“ Claſſen der Grammatik von Zumpt weichen wird.
B. Privatfleiß der Schüler.
Zu der von den Doctoren Schiek und Weismann geregelten Privatlectuͤre der Prima⸗ ner gehoͤrten Horaz, Terenz, Xenophon's Memorabilien und Herodot; die Secundaner aber laſen unter Anleitung und Aufſicht des Dr. Fuldner Stuͤcke aus Livius und Xenophon's Cyropaͤdie. Außerdem lieferten einzelne Schuͤler der zweiten Claſſe ihrem Ordinarius als Privatarbeiten zur Durchſicht: lat. Exercitien, Überſetzungen aus dem Lateiniſchen und Franzoͤſiſchen, ſowie Praͤpara⸗ tionen zu verſchiedenen Schriften z. B. Cicero's Rede fuͤr den Archias, Virgil'’s Aneide B. 5, und Homer's Iliade B. 1. Ein Secundaner beſchaͤftigte ſich auf lobenswerthe Weiſe mit Oſſian.
C. Disciplin.
Es herrſcht im Allgemeinen ein guter Geiſt unter unſern Schuͤlern, der ſich beſonders im Winterſemeſter durch regen Lerneifer, willigen Gehorſam und ein anſtaͤndiges, beſcheidenes Betragen in und außer der Schule offenbaret hat. Carcerſtrafe war nur in wenigen Faͤllen, koͤrperliche Zuͤch⸗ tigung und Ausweiſung gar nicht noͤthig. Doch darf ich es nicht verhehlen, daß wenn das Gym⸗ naſium die doppelte Aufgabe, ſeine Zoͤglinge nicht bloß zu verſtaͤndigen und kenntnißreichen, ſondern auch zu ſittlich guten, chriſtlich frommen Menſchen heranzubilden in ihrem vollen Umfange loͤſen ſoll, dazu eine thaͤtigere Mitwirkung von Seiten der Eltern, als dieß— Ausnahmen natuͤrlich abge⸗ rechnet— bisher der Fall war, unerlaͤßliche Bedingung iſt. Die oͤffentliche und haͤusliche Erziehung muͤſſen Hand in Hand gehen, ſich gegenſeitig unterſtutzen, wenn das Werk wahrhaft gedeihen ſoll. Darum erſcheint es als ſehr wuͤnſchenswerth, daß ſich die Eltern oder Vormünder unſerer Schuler von Zeit zu Zeit mit dem Director und den übrigen Lehrern, namentlich mit den Caaſſenordinarien, ſei es muͤndlich oder ſchriftlich, beſprechen, um ſich uͤber einen ſo hochwichtigen Gegenſtand, als die


