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ein so schönes Andenken unter uns zurückgelassen hat.— Die drei neuangestellten Lehrer berichten über ihre Lebensumstände Folgendes:
1. Friedrieh Alexander Riese.„Ich bin am 2. Juni 1840 dahier geboren. Bis zu meinem zwölften Jahre besuchte ich die Musterschule, alsdann das hiesige Gymnasium und bezog Ostern 1859 die Universität Erlangen. Hier und seit 1860 in Bonn widmete ich mich dem Studium der Philologie und hatte das Glück, dem damals von Ritschl und 0. Jahn geleiteten pliilologischen Seminar anzugehören. Im Sommer 1862 zum Dr. phil. promovirt, setzte ich meine Studien in Berlin fort, bestand im Frühjahr 1863 in Bonn das preussische Staatsexamen und war sodann von Ostern 1863 bis Ostern 1864 an dem Joachimsthal'schen und dem Friedrichs-Werder'schen Gymnasium in Berlin als Lehrer thätig. Im Sommer 1864 habilitirte ich mich als Privatdocent der klass. Philologie an der Universität Heidelberg. Im Frühjahr 1868 erhielt ich den Titel als Professor. Am Ende desselben Jahres folgte ich dem ehrenvollen Rufe an das hiesige Gymnasium, und übernahm zunächst die Vertretung und von 1869 an die Lehrerstelle des Herrn Professor Gutermann. Im Druck sind folgende Schriften von mir erschienen:
De commentario Vergiliano qui M. Valerii Probi dicitur. Bonnae 1862. 32. S. 8. M. Terentii Varronis Saturarum Menippearum reliquiae. Recensuit, prolegomina scripsit, indicem adiecit A. R. Lipsiae, Teubner. 1865. VIII und 324 S. 8. Anthologia latina sive poesis latinae supplementum. Pars I. fasciculus I. Lipsiae, Teubner 1869. XLVIII und 320 S. 8. Aufsätze im Rheinischen Museum über Varro(Bd. XXI S. 109 ff.) und Catullus(XXI S. 498 ff.); in Fleckeisen's Jahrbüchern für Philologie über Catullus(Jahr- gang 1865 8. 205 ff. 1866 S. 257 ff.), Horatius(1866 S. 465 ff. und 868 ff.) und die lateinische Anthologie(1868 S. 698 ff. 1869 S. 279 ff.); im Philologus einen Jahresbericht über die Varronische Literatur(1868 S. 286— 331); in der Eos über Tacitus Germania(Bd. II S. 195 ff.); in der österreichischen Gymnasialzeitschrift über die lateinische Anthologie(1867 8.393 ff. und 1868 S. 483 ff)); in den Symbola Bonnensia in honorem Fr. Ritschelii über Varro (8.479 ff.); über das Collegium poetarum in Rom in den Verhandlungen der 25. Philol. Vers. S. 161 ff.; über den Historiker Sisenna(Festschrift des historischen Vereins in Heidel- berg 1865 S. 51 ff.); kleinere Miscellen in verschiedenen Zeitschriften; endlich eine Bespre- chung des Badischen Examenstatuts vom 5. Jan. 1867 in der Berliner Gymnasialzeitschrift 1867 S. 337 ff...
2. Rudolf Christoph EFucken wurde am 5. Jan. 1846 geboren zu Aurich in Ost- friesland, wo sein Vater Vorstand des Königlichen Postamts war. Nachdem er das Gymnasium seiner Vaterstadt durchgemacht hatte, widmete er sich zu Göttingen dem Studium der Philologie und Philosophie. Daselbst erwarb er sich im Sommer 1866 die philosophische Doctorwürde und bestand im Herbst desselben Jahres die Staatsprüfung pro facultate docendi. Den Winter 1866— 67 hielt er sich zu seiner weitern Ausbildung


