Aufsatz 
Samson Raphael Hirsch
Entstehung
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stantivs, Adjektivs, Adverbs, das Zahlwort, die Präpositionen, die Wortstellung und den Ge- brauch der Zeiten.

Man wird bei der Durchnahme der Regeln, ähnlich wie in III, verfahren müssen. Die Vokabeln für die Ubungssätze werden zwar noch in der Schule vorgelesen, von den Schülern aber zu Hause gelernt.— Der Wiederholung des in früheren Klassen Gelernten, vorzugsweise der Hauptteile der Pensen von IV und III, ist grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Unter- und Ober-Prima. Der in diesen beiden Klassen durchzuarbeitende grammatische Stoff findet sich in Plötz' Schulgrammatik in den Lektionen 50— 79.

Von den hier zu Gebote stehenden 5 wöchentlichen Stunden werden nur noch 2 für die Grammatik verwendet; und da diese 2 Stunden zugleich die für das Anfertigen von Dik- taten und Extemporalien und für die Rückgabe aller schriftlichen Arbeiten nötige Zeit liefern müssen, so liegt auch äusserlich die Notwendigkeit vor, sich bei Behandlung grammatischer Dinge so kurz als möglich zu fassen.

Wie in den vorhergehenden Klassen, so ist auch in den beiden obersten im allge- meinen erst das Beispiel zu geben und aus diesem die Regel zu entwickeln. Letztere ist dann an zahlreichen, teils ad hoc gebildeten, teils in der Grammatik vorhandenen Beispielen einzuüben. Einzelne besonders passende Musterbeispiele werden auswendig gelernt. Die in der Grammatik befindlichen Ubungen werden erst nach Einprägung der dazu gehörigen Wörter und nach angemessener Vorbereitung übersetzt.— Neben dem eigentlichen grammatischen Pensum muss auch hier eine häufig anzustellende Repetition der wichtigsten früher dagewe- senen Teile der Grammatik hergehen. Als Kanon für diese regelmässigen Repetitionen können im wesentlichen gelten: Plötz, Elementargrammatik L. 76— 104 und Plötz, Schulgrammatik L. 1— 35. Zur Kontrolle sind von Zeit zu Zeit über eine vorher zu bestimmende Anzahl der genannten Lektionen Extemporalien zu schreiben.

3. Behandlung der Interpunktionslehre.

Die französische Interpunktion unterscheidet sich von der deutschen im wesentlichen nur durch die Behandlung des Kommas. Selbstverständlich ist es notwendig, auch indieser Beziehung Korrektheit herbeizuführen. Es wird indessen zu erwägen sein, ob man nicht die nur eben erst erworbene Sicherheit in der deutschen Interpunktion schädigt, wenn man schon die Schüler der unteren und teilweise der mittleren Klassen zwingt, dem erwähnten Unter- schiede Rechnung zu tragen. Es dürfte sich deshalb empfehlen, erst von II an auf richtige Verwendung des Kommas zu halten, unbeschadet der bei der Korrektur und Durchnahme schriftlicher Arbeiten sich ergebenden Hinweise.— Zur Befestigung der Interpunktionslehre sind besonders die Diktate und die häuslichen Arbeiten geeignet.

4. Behandlung der Lektüre.

Eins der Hauptziele des französischen Unterrichts ist die Fähigkeit, die zur Schullektüre geeigneten prosaischen und poetischen Schriftwerke zu verstehen. Das hierzu nötige Sprachverständnis muss sich gleichmässig aus der Kenntnis der Grammatik und fortgesetzter Lektüre entwickeln.— Der erste Zweck der Schullektüre ist nun allerdings, die Kenntnis der Sprache zu vermitteln; aber es wird trotzdem nicht zu ver-