schriftlichen libungen verbundenen grammatischen, später die Aussprache allein auch des Lektüre-Unterrichts.
Bei der Aussprache ist von der ersten Stunde an in nachdrücklichster Weise auf die richtige Unterscheidung und Wiedergabe der einzelnen Laute zu achten. Denn hier bestätigt sich im höchsten Masse die Erfahrung, dass es ausserordentlich schwer ist, Schülern Falsches ab- und dafür das Richtige anzugewöhnen, während ursprünglich das Richtige meistens ebenso leicht zu lernen ist wie das Falsche. Namentlich werden lokale Fehler der Aussprache von vornherein unermüdlich zu verbessern sein, so z. B. hiesigen Orts die Ver- wechslung von weichem und scharfem s, von b und p, d und t, i und ü, e und ö.
Für die Rechtschreibung ist es nötig, dass, vorzugsweise in den unteren Klassen, abgesehen von den anderen schriftlichen Ubungen, möglichst oft Wörter und Sätze durch Schüler an die Tafel geschrieben und buchstabiert werden. In allen Klassen dienen demselben Zwecke besonders Diktate, die von dem Lehrer zu korrigieren sind.
2. Behandlung der Grammatik.
Abgesehen von der allerersten Zeit, in welcher den Schülern noch jegliche Kenntnis der Sprache abgeht, wird bei der Behandlung der Grammatik im allgemeinen die induktive Methode einzuschlagen sein.
Alle grammatischen Bezeichnungen werden der Terminologie der lateinischen Grammatik entnommen, ausser wo es sich um Begriffe handelt, welche, wie passé défini, dem Französischen eigentümlich sind.
In den ersten Schuljahren steht der grammatische Unterricht mit den nötigen schrift- lichen und mündlichen Uibungen im Vordergrunde und tritt allmählich in den mittleren und noch mehr in den oberen Klassen gegen die Lektüre zurück.
KSexta. Im Anfange ist durch häufige Wiederholung dem Schüler ein wenn auch erst, kleines Mass von Kenntnissen recht geläufig zu machen. Deshalb hat man sich, namentlich in den ersten Wochen, vor zu schnellem Vorwärtsschreiten zu hüten. Die Hauptarbeit fällt dabei in die Unterrichtsstunden; zu Hause soll nur repetiert werden.—
Es erscheint abweichend von Plötz geraten, mit der Erlernung des Particips(Lektion 6) auch gleich das Passé indéfini von avoir zu bilden, ebenso wie später mit dem Imparfait, Passé défini, Futur und Conditionnel die zusammengesetzten Zeiten erlernen zu lassen. Es wird dann nicht schwer sein, schon in VI avoir und étre vollständig einzuüben, so dass dem Schüler in V bei Lektion 50 ff. bereits bekannte Formen erscheinen.
Wie bei Erlernung neuer Lektionen das Alte selbstverständlich immer wieder anzu- wenden ist, so wird es sich auch umgekehrt empfehlen, bei Gelegenheit der Wiederholung früherer Lektionen das später Erlernte immer wieder von neuem anzuwenden und einzuüben, beispielsweise das adjectivische Demonstrativpronomen auch zu den Vokabeln der früheren Lektionen setzen zu lassen.
Eine anregende Übung bei der Repetition der Vokabeln ist die Zusammenstellung derselben nach Kategorieen, indem man z. B. alles aufsuchen lässt, was zum Hause gehört, seine Teile, das Mobiliar etc.— Körper, Schule, Verwandtschaft sind u. a. umfassende Begriffe, zu denen der Schüler schon im Anfange eine Menge Vokabeln finden kann.
(uinta. Die Hauptaufgabe dieser Klasse ist, zu einer sicheren Beherrschung der Formen der vier regelmässigen Konjugationen zu gelangen. Auch hier erscheint es nicht angezeigt, sich


