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Johann Daniel Paulstich, geboren am 11. April 1849 zu Homberg im ekemaligen Kurfürstenthum Hessen,
besuchte die Bürgerschule und vom 11. Jahre an die lateinische Schule seiner Vaterstadt, trat zu Michaeli
1863 in die Präparandenanstalt zu Homberg ein, um sich für das Seminar vorzubereiten, und wurde nach be-
standener Aspirantenprüfung, Ostern 1867, in das dortige erangelische Schullehrerseminar aufgenommen, dem
er bis Ostern 1870 ais Zögling angehörte. Nach bestandener Abiturienten-Prüfung wurde ihm vom 20. Mai
1870 an die Lehrer- und Küsterstelle zu Schnellbach im Kreise Schmalkalden anfangs Auftragsweise, dann
vom 1. October 1871 ab prorisorisch übertragen. Im November 1873 unterzog er sich der 2,(praktischen) am
Seminare zu Homberg abgehaltenen Lehrerprüfung und wurde am 3. Juni 1874 definitiv als Lehrer zu Schnell-
bach angestellt. Im Herbst 1876 nahm er an einem am Seminare zu Homberg für im Amte stehende Lehrer
abgehaltenen physkalisch-chemischen Fortbildungscursus Theil und verblieb in der seitherigen Stellung bis zum letzten April 1877, mit welckem Tage er Schnellbach verliess, um am folgenden Tage in die neue Stellung zu
Hanau einzutreten.
6. Am 25 Juni verlor die Anstalt einen zweiten Schüler. Hermann Koch, aus Vorschulkl. IIb.
7. Die Sommerferien erstreckten sich vom 1. bis 21. Juli. 4
8. Am 12. Juli verlor die Anstalt einen dritten Schüler, Friedrich Bernhard, aus Vor- schulklasse IIa..
9. Der Reallehrer Knoop, welcher seit Beginn des Schuljahrs als beauftragter Lehrer an der Realschule thätig gewesen, wurde unter dem 23. Juli 1877 definitiv angestellt und am 4. August vereidigt. Ueber seine früheren Lebensverhältnisse hat derselbe folgende Angaben gemacht.
Karl Knoop, geboren zu Cassel am 26. April 1848, besuchte von Ostern 1863 bis Ostern 1865 die Realschule
zu Cassel, darauf bis Michaelis 1866 die höhere Gewerbeschule dortselbst und studirte dann bis Michaelis 1867
in Marburg Mathematik und Naturwissenschaften. Am 21 Juni 1837 bestand er vor der Königl. Prüfungscom-
mission in Cassel die Reallehrerprüfung, trat Mitte August als Praktikant an der Rea'schule in Cassel ein und wurde nach Absolvirung des Probejahres am 23. November 1868 als wissenschaftlicher Hülfslehrer provisorisch am Gymnasium zu Hanau angestellt. In dieser Stellung verblieb er bis zum Ausbruch des Krieges im Jahre
1871, an welchem er als Einjährig-Freiwilliger im 82. Regiment Theil nahm. Von Michaelis 1871 bis Ostern
1877 wirkte derselbe abermals als Hülfslehrer am Gymnasium zu Hanau, ging darauf zur Realschule über und
wurde am 23. Juli 1877 zum ordentlichen Lehrer dieser Anstalt ernannt
10. Am 2. September 1877 wurde das Fest der Erinnerung an die ruhmreichen Kriegsereignisse des Jahres 1870 durch einen öffentlchen Schulactus, bei welchem der Reallehrer Dieterici die Fest- rede hielt, unter zahlreicher Betheiligung der Angehörigen der Schüler und anderer Freunde der Anstalt gefeiert. 1
11. Mit Schluss des Sommerhalbjahrs(22. September 1877) verliess der bisherige ordentliche Lehrer Löber die Anstalt, um an das Gymnasium zu Dillenburg überzugehen. Für seine während des Zeitraumes von 2 Jahren der Realschule gewidmeten l'ienste sei ihm unter Anschluss der besten Wünsche für sein ferneres Wohlergehen der gebührende Dank abgestattet.
12. Die Herbstferien erstreckten sich vom 22. September bis 15. October.
13. Mit Anfang des Wintersemesters trat der Schulamtscandidat H. Groove, welchem durch Erlass des Königl. Provinzial-Schulcollegiums vom 17. September die Versehung einer Lehrerstelle an der Realschule übertragen war, seinen Dienst an. Demselben wurde durch Verfügung Königl Provinzial-Schulcollegiums vom 4. October 1877 gestattet, zugleich sein Probejahr abzuleisten. Ueber seine früheren Lebensverhältnisse hat derselbe folgende Angaben gemacht:
Heinrich Groove, geb. 24. Januar 1847 zu Sande, Kreis Paderborn, machte auf den Gymnasien zu Paderborn und Arnsberg seine wissenschaftlichen Vorstudien. Hierauf widmete er sich auf der Academie zu Münster, den Universitäten Löwen und Göttingen von Ostern 1870 bis Herbst 1876 dem Studium der neueren Sprachen Im Juli 1874 ging er nach England, hielt sich einige Monate in London auf und wirkte von September 1874 bis Juli 1875 als Lehrer an der Privatschule Allesly Park College in Warwickshire Ostern 1876 kehrte er nach Göttingen zurück und erwarb im Sommer 1877 die facultas docendi in der modernen Philologie.
14. Mitte November verliess der bisherige ordentliche Lehrer Dr. Kellner, welcher auf sein Nachsuchen durch Erlass Königl. Provinzial-Schulcollegiums vom 13. November die Entlassung aus dem hiesigen Dienst gefunden hatte, die Anstalt, um eine Stelle an der gehobenen Stadtschule zu Hungen im Grossherzogthum Hessen anzunehmen. Für seine während des Zeitraums von nahezu 10 Jahren der Realschule geleisteten Dienste sei ihm unter Anschluss der besten Wünsche für sein ferneres Wohlergehen der gebührende Dank abgestattet.


