4 St. Sommer:(Collaborator Hilden- denbrand.) Fortsetzung und Schluss des Pensums aus Cl. III. aus dem Schuljahr 1860%; sodann Stöchiometrie mit Uebungen im Berechnen stöchiometrischer Aufgaben.
Winter:(Conrector Dr. Casselmann.) Electrochemie. Sodann die speciellere Chemie der Amphigene(Sauerstoff, Schwefel, Selen und Tel- lur) der Halogene(Chlor, Brom, Jod und Fluor) des Phosphors, Arseniks, Antimons, Stickstoffs, der Ammonium-, Cyan-, Ferrocyan- und Ferridycan- verbindungen. Nach Casselmann's Leitfaden Curs. II.
Technologie: theoretische. 2 St.(Casselmann.) Combiniert mit Cl. I. Freies Zeichnen. 3 St. Combiniert mit Cl. IJ. Gesang. 1 St.(Conrector Bogler.)
Chemie.
(de Laspée.)
(iasse I. Ordinarius: Professor Spiess.
I. Deutsche Sprache. 3 St. Deutsche Littera- turgeschichte von Lessing bis zu unserer Zeit, nach Webers Abriss. Lectüre: Göthes Iphigenie; ferner cursorisch: Uhlands Ernst von Schwaben und in der Uebersetzung Sophocles Antigone. Die ersten Kapitel von Lessings Laokoon.— Aufsätze und Declamation.
Lateinische Sprache. 3 St Lecture: Livius XXII, 1— 30. Ausgewählte Oden des Horaz. Exercitien nach Spiess' Uebungsbuch für IIla und Süpfle's Stylübungen, abwechselnd ein domesticum und scholasticum in der Woche.
Französische Sprache. 4 St.(Unverzagt.) Lecture: Le Cid von Corneille, Phéedre von Ra- cine, Lavare von Moliere und lo cumaraderie von Scribe.— Ein Theil der Histoire de ma Jeunesse von Arugo wurde vorgelesen.— In der Grammatik von Pſötz(2r Cursus) wurden die Lectionen 70— 78 durchgegangen und die frühe- ren Abschnitte repetiert. Exercitien.
Englische Sprache: 2 St.(Ebenau.) Shakspeare's Julius Cæœsar gelesen und gramma- tisch erläutert. Exercitia nach Dictaten.
Religion. 2 St. Dietz. Die christliche Glau-
benslehre bis zur Lehre von
der Heiligung.
Weyland, Dekanatsverwalter
u. Pfarrer: Erklärung des Even-
geliums des hl. Lukas und der
Apostelgeschichte.
Geschichte. Jla 3 St.(Spiess)
Neuere Geschichte von der Reformation bis zum
Anfang des achtzehnten Jahrhunderts, nach We-
vers Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung. Ib 3 St.(Spiess.)
Neuere Geschichte vom westphälischen bis zum zwei-
ten Pariser Frieden, nach Webers Weltgeschichte
in übersichtlicher Darstellung.
Mathematik. la 5 St.(Müller.)
Im Sommer 4 St. Die Lehre von den höheren
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arithmetischen und geometrischen Reihen und von der Facultätenreihe; die wichtigsten Kennzeichen der Convergenz und Divergenz sogenannter un- endlicher Reihen und Entwickelung der Binomial- reihe für beliebige Exponenten so wie der loga- rithmischen und der Exponentialreihe.
Im Winter 4 St. Differenzialrechnung und die ersten Elemente der Integralrechnung. Die 5te Stunde wurde in beiden Semestern auf Wieder- holung von früher Dagewesenem verwendet.
Mathematik. 1b 4 St.(Sommerhalbjahr Unver- zagt) Coordinatengeometrie. Kegelschnitte.
Im Winter 5 St. Theorie der Gleichungen.— Einiges aus der Coordinatengeometrie des Rau- mes.— Lösung von Aufgaben aus verschiedenen Theilen der Mathematik.
Naturgeschichte. Ib u. la 2 St.(Unverzagt.) Repetition der Krystallographie. Die wichtigsten in der Sammlung des Gymnasiums befindlichen Mineralspecies wurden durchgenommen.
Darstellende Geometrie. lb 2 St.(Hilden- brand.)
Die Durchdringung konischer und cylindrischer
Räume von Ebenen, sowie von konischen und
cylindrischen Räumen, unter der Voraussetzung,
dass die Axen einander schneiden.— Anwendung
der Licht- und Schattenlehre auf jene Durch- dringungen. la 2 St. Die Durchdringungen pyramidaler,
prismatischer, konischer und cylindrischer Räume in der allgemeinsten Lage, sowie diejenigen der
Kugel und jener Räume.— Schraubenconstruc- tion. Anwendung der Licht- und Schattenlehre auf jene Durchdringungen.— Anwendung der
darstellenden Geometrie auf das Maschinenzeich- nen.(Es wurden hierzu Apparate aus dem phy- sikalischen Cabinet benuzt.)
Physik. 2 St.(Greiss.) Die Lehre von der Wärme mit besonderer Be- rücksichtigung der verschiedenen Dampfmaschinen. Ausserdem wurde in wöchentlich 2 Stunden ein Practicum gehalten, in welchem die an demselben Theil nehmenden Schüler Anleitung zur speciel- leren Kenntnis der Apparate und zum Selbst- experimentieren erhielten.
Mechanik. 2 St.(Greiss.) Schluss der Dynamik fester Körper und die Lehre von den Zwischenmaschinen. Chemie. 3 St. a. Theoretischer Theil. 1 St. Facultativ.(Cas- selmann.) Ausgewäühlte Capitel aus der unorganischen und der organischen Chemie als Repetition und Er- gänzung der Pensa aus IIH. und II, namentlich AL lotropie von Phospor, Sauerstoff(Ozon), Silicium. — Trockne Destillation, Gährung. Organische Säuren, Fette, Alkaloide. b. Practischer Theil. 2 St.(Casselmann und Hildenbrand.) Die Schüler des ersten Jahreseursus wurden zu-


