Aufsatz 
Kurze Übersicht über die Geschichte der Bibliothek des Königlichen Gymnasiums zu Hanau und Verzeichnis der alten Drucke derselben bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts
Entstehung
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Themata zeu den Lateinischen Aufsätzen: 1) Bellum, quod Romani cum Pyrrho gesserunt, breviter narretur. 2) De Horatii carmine primo libri primi. 3) De Imperatoris Galbae exitu brevis narratio(Clausur-Arbeit). 4) Bellum Peloponnesiacum quibus rebus conflatum sit exponatur. 5) De Horatii carmine quod inscribitur Archytas(I, 28). 6) Insignia quaedam apud veteres amicorum paria laudentur. 7) De ingrato Atheniensium erga cives de republica optime meritos animo. 8) Quibus rebus Solo de civitate Atheniensium optime meritus sit. 9)Vis consili expers mole ruit sua (Clausur-Arbeit). 10) Periclis laudatio. Für die Abiturienten: im Sommer: Quae civitates principatum Graeciae obtinuerint quibusque potissimum rebus comparaverint et amiserint; im Winter: Quae causae fuerint interitus Graeciae exponatur.

Griechische Sprache. 6 Stunden wöchentlich. Sophocles Oedipus Rex, dann Homers Ilias B.

XXVII, 3 St. w.(Director Dr. Fürstenau). Thueydides I. 1; 23 44; II, 1 7; 34 47; 65; dann Platos Apologie und Crito, 2 St. w. Scripta nach Seyffert und Extemporalien nach Dictaten, Wiederholungen aus der Syntax, 1 St. w.(Oberlehrer Dr. Rothfuchs).

Französische Sprache. 2 St. w. Guizot Charles I. Cap. 7 12 der Ausgabe von Schwalb. Syntax nach Knebel Cap. 13 und Repetition der Formenlehre; Uebersetzungen aus Höchstens Uebungsbuch.(Oberlehrer Dr. Suchier).

Hebräische Sprache ¹), 2 St. w. Grammatik nach Thiersch; Uebersetzung und Erklärung von Stücken aus Brückners Lesebuch.(Pfarrer Zimmermann).

Geschichte und Geographie. 3 St. w. Geschichte der neueren Zeit nach Herbst hist. Hülfsbuch 3. Theil; daneben Repetitionen aus der Geschichte des Mittelalters und aus der Geographie.(Gymnasial- lehrer Dr. Duncker).

Mathematik. 4 St. w. Arithmetik: Gleichungen des zweiten Grades mit einer und zwei Unbe- kannten; Kettenbrüche; Diophantische Gleichungen. Geometrie: Wiederholungen; Anwendungen der Arithmetik auf Geometrie; Trigonometrie.(Prorector Dr. Fliedner).

Mathematische Aufgaben für die Abiturienten: Im Sommer: 1) Von zwei Kapitalien sind ½ des einen zu 4 ½ pCt. und ¾ des andern zu 5 pCt. ausgeliehen und ertragen zusammen jährlich 121,5 M. Zinsen. Dagegen sind der Rest des ersten Kapitals zu 5 ½ pCt., der Rest des zweiten zu 4 pCt. ausgeliehen und ertragen jährlich 101 M. Zinsen. Wie gross sind die beiden Kapitalien?(Be-

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gründung der Gleichungen). 2) Aus der Gleichung(½)= 65)* den Werth von X zu

finden. 3) Von einem Dreieck ABC ist gegeben die Seite AB= c= 10, die von A auf die gegen- überliegende Seite gefällte Höhe AD= h= 6 und die Halbirungsstrecke AE= k= 6,2 des Winkels A. Es sollen die Winkel und die übrigen Seiten des Dreiecks berechnet werden. 4) Die Grundfläche eines senkrechten Kegels hat G, sein Mantel M Quadratmeter Inhalt; welchen Kubikin- halt hat der Kegel? Im Winter: 1) Die Entfernung zwischen zwei Punkten A und B soll aus folgenden Angaben berechnet werden: Eine Standlinie CD, deren Endpunkte auf verschiedenen Seiten der Linie AB liegen und welche diese zwischen A und B schneidet, ist= a= 350, S. BCD== 24° 16˙ 23, 5 BDC= 6= 39⁰ 42 11, 3 ACD== 20 und 4 ADb0= 4 91⁰56˙ 24 durch Messung gefunden. 2) Ein zu 5 pCt. auf Zinseszinsen ausgeliehenes Kapital von 1000 M. wird am Anfang des zweiten und jeden folgenden Jahres um 100 M. vermehrt; nach wie-

1) Am Unterricht im Hebräischen nahmen auch in einem besonderen Coetus(1 St. w.) Schüler der Ober- Secunda Theil.