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des freifränkischen Geschlechtes Eberstein. Von Herrn Gymnasialoberlehrer Mannss: Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 29. u. 30. Bd. Von der Hoehl'schen Buchhandlung(Hans Schmidt): Hottinger, Orbis pictus und mehrere kleinere Schriften.
Für alle diese Gaben wird auch an dieser Stelle dem Herrn Minister und den übrigen Herrn Geschenkgebern ehrerbietigst und geziemend Dank gesagt.
Für den chemischen Unterricht wurden angeschafft 1) eine kupferne Retorte, 2) eine U-förmige Röhre aus Kupfer mit Glaseinsätzen, 3) mehrere Glascylinder.
Die mineralogisch-paläontolische Sammlung wurde vermehrt durch mehrere Versteine- rungen aus der Juraformation(Geschenk des Untertertianers v. Dungern).
VI. Stiftungen und Unterstũútzungen von Schülern.
Es bestehen an der Anstalt 40 Freitischstellen, welche bedürftigen Schülern, die sich durch Fleiß und gutes Betragen auszeichnen und vermöge ihrer Anlagen für einen wissenschaftlichen Beruf ausreichend befähigt sind, verliehen werden. Unter denselben Bedingungen kann auch das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen werden. In der Regel werden diese Wohlthaten nicht im ersten Jahre des Schulbesuches ver- liehen. Die Bewerber haben ihre von Zeugnissen über die Bedürftigkeit ihrer Söhne oder Pflegebefohlenen begleiteten Gesuche spätestens 14 Tage vor dem Semesterschluß dem Unter- zeichneten einzureichen, und zwar sind die Gesuche um Verleihung des Freitisches an das Königliche Provinzial-Schulkollegium, die um Schulgeldbefreiung an den Königlichen Gym- nasialdirektor zu richten. Den dritten Brüdern wurde bisher auf Nachsuchen der Eltern das Schulgeld erlassen. Durch Erlaß des Herrn Ministers der geistl. u. s. Ww. Angelegenheiten ist die Verfügung, auf Grund deren dieser Erlaß bewilligt wurde, aufgehoben und die Angelegen- heit anderweit geregelt worden. Vgl. oben II Verfügungen Nr. 24.
Von sonstigen Stiftungen bestehen an der Anstalt:
1) Das Molitorsche Familienstipendium. Dasselbe wurde für das ablaufende Schuljahr dem stud. phil. Albrecht Dieterich verliehen.
2) Die Münscherstiftung. Das Kapital beläuft sich auf 2458,81 M., das Stipendium wurde mit je 57 M. den Oberprimanern Wilhelm Lange u. Justus Main⸗z bewilligt.
3) Das Schimmelpfengsche Familienbenefizium. Dasselbe ist in Ermangelung von Bewerbern auch in diesem Jahre nicht verliehen worden.
Außerdem ist eine neue Freitischstelle in der Bildung begriffen. Das Kapital hat sich durch Zinsenzuwachs von 1160 M. auf 1204,33 M. vermehrt.


