4
5
8
*
Y
— 224—
13. In ihrer Sitzung vom 2. November 1892 wurde von der Generalversammlung der sächsischen Universität und der Sieben-Richter die Dotation der Realschule um 750 fl. erhöht.
14. Von der Generalversammlung der sächsischen Universität und der Sieben-Richter wurde in ihrer Sitzung vom 22. Dezember 1893 die Jahresdotation der Realschule um weitere 3600 fl. erhöht.
15. Im Jahre 1893 vermachte der Stadtingenieur Otto Müss, früher Lehrer an der Realschule, derselben ein Legat von 2000 fl.
16. Die weiteren Einkünfte zur Erhaltung der Realschule bestehen in Zinsen von Aktiv- kapitalien, Schulgeld und Unterstützungen der Sparkasse für laufende Bedürfnisse.
) Der Turnschule.
Für die Förderung der Turnsache war insbesondere die Sparkasse und in erster Reihe ihr Gründer und erster Direktor Friedrich Michael-Herberth thätig. Von der Sparkasse wurde ein grosser Garten unter der Promenade angekauft, um auf demselben eine Winterturnhalle, eine Wohnung für den Turnlehrer und einen Sommerturnplatz einzurichten. Am 3. März 1845
wurde der Grundstein zum Gebäude gelegt und sowohl der Turnsaal als auch der äusséré Turnplatz wurden den Schulanstalten zur unentgeltlichen Benützung überlassen. Als im Jahre 1868 das Turnen zu einem obligaten Unterrichtsgegenstand erhoben worden war, wurde isr tschién Kir méindé und dem Spärkässaverein ein förmlicher Vertrag abgeschlossen, wonach der Sparkasse das Eigentumsrecht an dem Objekt verblieb, aber das Presbyterium zur Instandhaltung des Gebäudes verpflichtet wurde. In demselben Jahre wurde von dem Sparkassaverein die früher für die Zwecke des Turnvereins gemachte Widmung durch vier Stück Grundentlastungs-Obligationen à 1000 fl. Nennwert auf den Betrag von 6000 fl. erhöht, deren Zinsen mit 340 fl. 26 kr. zur Besoldung des Turnlehrers bestimmt wurden.


