Aufsatz 
Ueber die Natur der Eigennamen / Karl Dilthey
Entstehung
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Rom's Verdienſte um Deutſchland, im Frankf. Converſationsbl. Nr. 85 90. Ueber Production und Conſumtion, im deutſchen Answandrer. 1848. Ueber die Volksſtämme vom Mittelrhein, im Archiv für Heſſ. Geſchichte. Ueber Schleswig⸗Holſtein und den Sundzoll, in der Darmſtädter Zeitung. Zur Gymnaſialreform. Erſtes Heft. Herbſtprogramm des Gymnaſinms. 1849. Ueber das römiſche Bingen, im Archiv für Heſſ. Geſch. Zur Gymnaſialreform. Zweites Heft. Oſterprogramm des Gymnaſiums. Etymologieen deutſcher Orts⸗ und Volksnamen, in Friedemanns Zeitſchrift für die Archive Deutſchlands. H. 3. Das lateiniſche Element in der deutſchen Sprache, in Herrig und Viehoff's Zeitſchrift für neuere Sprachen. Zur Methodik der lateiniſchen und griechiſchen Lectüre, in Mützell's Zeitſch. I., 4. 1850. Zur Gymnaſialreform. Drittes Heft. Oſterprogramm des Gymnaſiums. 1851. Melibokus, Chattimelibokus und Katzenelnbogen, im Archiv für Heſſ. Geſch. und der Zeitſch. für vergleichende Sprachforſchung H. I. Berlin 1851. 1854. Oſterprogramm, enthaltend u. A. eine pädagogiſche Würdigung der griechiſchen Dichter. Ueber das römiſche Mainz, in Künzels Geſch. v. Heſſen. S. 7194. 1855 u. 1856. Oſterprogramm des Gymnaſiums.

Es war den Lehrern des Gymnaſiums ein Bedürfniß, öffentlich kund zu thun, wie ſie ihren Director zu würdigen wußten, und die Gefühle der Pietät und Verehrung, die in den Herzen der Schüler lebten, feſt und feſter wurzeln und zu ſtarken Ent⸗ ſchließungen reifen zu laſſen. Darum ward von ihnen für den 8. März in der Aula des Gymnaſiums eine Gedächtnißfeier für Dilthey vor dem geſammten Lehrer⸗ und Schüler⸗ kreis veranſtaltet, wobei nach 4ſtimmigem Geſang des Liedes:Wie ſie ſanft ruhen ꝛc. zuerſt Hofrath Dr. Lauteſchäger folgende Anſprache an die Verſammlung hielt:

Geliebte Freunde! Ehe wir unſere Gottesverehrungen, die vor einigen Wochen eine ſo ſchmerzliche Unterbrechung erlitten yaben, in gewohnter Weiſe wieder fortſetzen, geziemt es, des Mannes zu gedenken, der dieſen gottesdienſtlichen Verſammlungen regel⸗ mäßig und in frommchriſtlichem Sinne und inniger Andacht beiwohnte, ſelbſt in den Ta⸗ gen, da körperliches Leiden ihn ſchwer darnieder beugte.

Die Wunde, die durch den Tod des hochverehrten Directors unſern Herzen ge⸗ ſchlagen wurde, iſt noch lange nicht geſchloſſen, der Zeitpunkt iſt noch fern, wo wir ſa⸗ gen könnten, ſie iſt geheilt oder gar vernarbt. Ach! wie könnte es anders ſein? Der Verluſt, den wir Alle, den unſere Anſtalt erlitten haben, iſt zu groß und zu ſchwer, als daß er ſobald verſchmerzt ſein koͤnnte.

Unter den Anweſenden, die ihre Klageſtimmen über das Hinſcheiden des Verſtor⸗ benen erheben, kommt es wohl nach dem Vorrechte des Alters mir zu, das Wort zu ergreifen. Wenige Monate nämlich, nachdem vor 34 Jahren das hieſige Gymnaſium das Glück hatte, den Profeſſor Dilthey als ſeinen erſten Lehrer zu begrüßen, wurde es auch mir beſchieden, in die Reihe der Lehrer im hieſigen Gymnaſium einzutreten. Es iſt begreiflich, daß ich während dieſes langen Zeitraums Gelegenheit genug fand, das Thun und Laſſen des Verſtorbenen unmittelbar zu beobachten, ihn ſomit immer mehr zu lieben und immer höher zu achten. Es war namentlich für mich eine Quelle des reinſten Genuſſes und inniger Freude bei dem Wechſel der Lehrſtunden, wo er, wenig⸗ ſtens in der Kraft und Energie jüngerer Jahre, ſeinen Unterricht nicht mit den letzten Tönen der Stundenglocke abzubrechen, ſondern noch in die folgende Stunde auszudehnen gewohnt war, Zeuge zu ſein, mit welcher Wärme, mit welcher Hingebung er ſeine Worte der Belehrung den Herzen und Sinnen der ihm mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit zu⸗ hörenden Schüler einzuprägen wußte. Doch gerade dieſe ſeine Lehrthätigkeit, dieſes ſel⸗ tene Talent, das er hierbei mit ſoviel Glück und Segen entwickelte, iſt ein allzureicher Gegenſtand der Betrachtung, als daß hier nur dieſe wenigen Worte genügen könnten, und ich überlaſſe daher denſelben gerne dem beredten Munde meines Amtsgenoſſen.