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9) Taſſo's befreites Jeruſalem(kann auch mit Nr. 1 in Verbindung gebracht werden.)
10) Welche Bereicherungen hat die populäre Himmelskunde in dem gegenwärtigen Jahr⸗ hundert erhalten?
11) Einige Briefe wiſſenſchaftlichen oder ſonſt anſprechenden Inhalts, lat. oder deutſch.
12) Eine Zeichnung(das Nähere mündlich).
Nach der letzten am 20. October beendeten Maturitätsprüfung wurden aus unſerm Schülerkreiſe mit dem Zeugniß der Reife entlaſſen: Th. Schellmann aus Birſtein, G. Adam aus Wörrſtadt, Jak. Müller aus Ippesheim, Ferd. Michel aus Mainz, W. Conſchuh aus Geinsheim, W. Jäger aus Darmſtadt, K. Walloth aus Hohenſülzen, L. Einſiedel aus Goddelau, A. Kill aus Darmſtadt. Von denſelben erhielten zwei die Prüfungsnote 1(ausgezeichnet), drei die Note 2(gut), die übrigen die Note 3(genügend).
Mit dem am 16. October begonnenen Winterhalbjahre traten als Erſatz für die beiden obengenannten abgegangenen Lehrer in unſern Lehrkörper Dr. Fr. Zimmermann und Hofrath Th. Becker ein. Dieſelben haben über ihren Lebenslauf auf Erſuchen folgende Mittheilung gemacht.
Friedrich Georg Zimmermann, Sohn des großherzoglichen geh. Staats⸗ rathes Zimmermann, wurde am 24. Februar 1814 zu Darmſtadt geboren. Nachdem er die Privatſchule des Herrn Heyer, nunmehrigen Pfarrers in Oberramſtadt, beſucht hatte, ward er im Jahr 1822 in das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt aufgenommen und blieb bis zu Herbſt 1831 Schüler der Anſtalt, welche während dieſer Zeit erſt unter der Leitung ſeines Großvaters Johann Georg Zimmermann, hierauf des Hrn. Oberſtudienrathes Dilthey blühte. Von da gieng er auf die Univerſität Heidelberg über, um ſich der Rechts⸗ wiſſenſchaft zu widmen, und ſetzte dasſelbe Studium zu Gießen fort. Im Jahr 1835 trat er ſeinen Acceß am Darmſtädter Hofgericht an, entſagte aber, von unwiderſtehlicher Neigung zur klaſſiſchen Alterthumswiſſenſchaft fortgezogen, bald dem ergriffenen Berufe. Nach beſtandener philoſophiſcher Facultätsprüfung begann er ſeinen Lehramtsacceß zu Darmſtadt im Herbſt 1837 und wirkte nach deſſen Ablauf als Hülfslehrer. Im Jahr 1839 erlangte er die philoſophiſche Doctorwürde. Im Frühling 1841 wurde ihm die erledigte Stelle am Büdinger Gymnaſium proviſoriſch, bald darauf definitiv übertragen. Dieſes Amtes waltete er, unter der Direction des Herrn Thudichum, als Lehrer der la⸗ teiniſchen, griechiſchen und deutſchen Sprache, ſowie der Geſchichte. Im Jahr 1856 nach Darmſtadt verſetzt, kehrte er wieder in das Gymnaſium zurück, mit welchem er ſich durch alte Liebe und Dankbarkeit innig verbunden fühlt.— In den Jahren 1839—1842 war er Mitredacteur der Zeitſchrift für die Alterthumswiſſenſchaft. Außer zerſtreuten Auf⸗ ſätzen und Recenſionen veröffentlichte er folgende Schriften: Deutſches Leſebuch in Poeſie und Proſa. Drei Curſe. Darmſtadt 1843.— Zur Geſchichte der Poeſie. Daſ. 1847.— Ueber den Philoktet des Sophokles. Daſ. 1847.— Ueber den Begriff des Epos. Daſ. 1848(aus Noack's Jahrbüchern für ſpeculative Philoſophie beſonders abgedruckt).— Die griechiſchen Bukoliker, überſetzt und erklärt. Stuttgart 1855.
Theodor Andreas Becker, Sohn des verſtorbenen Dr. Med. Karl Fer⸗ dinand Becker in Offenbach, wurde den 22. Dezember 1822 daſelbſt geboren. Er er⸗ hielt den erſten Unterricht im Hauſe ſeines Vaters, beſuchte dann von Oſtern 1838 bis Herbſt 1840 das Gymnaſium zu Darmſtadt, und ward mit dem Zeugniß der Reife entlaſſen. Nachdem er hierauf noch ein Jahr lang Schüler der oberſten Klaſſe des Jo⸗ achimsthalſchen Gymnaſiums in Berlin geweſen, und auch hier die Maturitätsprüfung be⸗ ſtanden, ſtudirte er drei Jahre lang Philologie auf der Berliner Univerſität. Im Herbſt 1844 bezog er die Landesuniverſität, wo er ſich im März 1845 der für Candidaten des Gym⸗ naſiallehramtes geſetzlich beſtimmten Prüfung unterzog. Nachdem er im Sommer 1845 an dem Gymnaſium zu Büdingen den Acceß angetreten, und in Geographie, Latein,


