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aſien zurückgehen*).— Ob die Turones des Ptolemäos mit den celtiſchen Turonen von Tours verwandt ſind, wie von den Semnonen und Senonen vermuthet wird, und ob ihr Name in Dauernheim noch vorhanden ſei, mögen wir auf ſich beruhen laſſen.— Daß Toutiorix als Beiname des celtiſchen Apollon dem deutſchen Deutrich oder Dietrich entſpreche, wie Dejotarus dem Diether, iſt nicht zu verkennen.— Zuletzt gedenken wir des Deus Visucius; wenn jedoch deſſen Beziehung auf ahd. Wisgoz Weſchnitz richtig iſt, in deren Nähe ſein Name inſchriftlich gefunden wurde, ſo würde das Wort wegen des Namens Wisogoz für deutſch zu halten ſein.—
Außer dieſen ſchon im Alterthum vorkommenden Namen könnte noch eine bedeutende Anzahl von ſolchen genannt werden, die zwar erſt in den Urkunden des Mittelalters zu Tage kommen, aber Spuren celtiſchen Urſorunge wahrnehmen laſſen. Wenn man z. B. in dem celtiſchen Noricum Lauriacum und Virunum beiſammen findet, ſo entſpringt ſchon daraus die Vermuthung, daß neben dem entſchieden celtiſchen Lupodunum ihnen Lorſch und Virnheim entſprechen möchten. Zu ähnlichen Vermuthungen leiten die Flußnamen Adrana(Eder), Aména(Ohm mit Ober⸗ und Niederohmen, beide Flüſſe in gleicher Nähe auffallender Weiſe in Sicilien wiederkehrend als Adranus und Amenanus), Anatrafa(Andreft nach Mone celt. Waldbach), Gaspenza(Ger⸗ ſprenz), Hurnaffa(Horloff), Logana(Lahn), Mosaha(wovon Moſſau?), Mut- daha(Modau), Pernaffa(Perf), Sulmissa(Solms, ſchwerlich mit dem Berge Solmissus bei Epheſus vergleichbar) ferner Dünsberg(dunum?), Göns, Gon⸗ ſenheim(Guntia?), Kempten(Cambodunum, wie das baieriſche Kempten?), Londorf, Lumda(Londinium, Lund), Wahlen(Walaho, das wälſche), Wahl⸗ heim(Waluheim) und Hangenwahlheim u. ſ. w. Je mehr es aber im Einzel⸗ nen an ſicheren Haltpunkten fehlt, um ſo mehr müſſen wir Bedenken tragen, hier darauf näher einzugehen. Wollte man auch auf Perſonennamen Rückſicht nehmen, ſo wären außer dem Helden Arthur aus Wales, und dem heil. Gall und Kilian aus Irland nur einige ganz moderne Reproductionen anzuführen, wie Arras, Baier, Böhm, Mainzer, Meſſel, Meſſelhäuſſer, Met(doch dies wohl wichtiger ahd. Mazo zu maza ahd. maz) Trebur, Trier, Welſch u. ſ. w.
Zwar ſind auch die Völkernamen Alemanni, Chatti, Franci, Mattiaci, Suevi, Teutones u. ſ. w. öfters aus dem Celtiſchen erklärt worden, doch werden wir deren Prüfung am beſten dem ſpäter zu betretenden germaniſchen Sprachgebiete vorbehalten.
*) In der Kirche zu Tribur waren früher folgende Verſe eingegraben: Cum Rhenus et Mogus nec non Nicer inter utrumque Alluerent triplici moenia nostra vado, Jure triurbs Italis Graecisque T9σουριο, imo, Sizqua fides chronicis, altera Roma fui.
Ich habe darüber wie über die Abgrabung des Neckar bei Ladenburg durch Valentinian bei Gelegenheit eines von Wenck geſchriebenen Programms in der Geſchichte des hieſigen Gymnaſiums ausführlicher gehandelt, wozu die ſeitdem bekannt gewordenen Fragmente von den Reden des Symmachus zu vergleichen ſind. Aus allen Umſtänden ergibt ſich mit Wahrſcheinlichkeit, daß Tribur die durch die Fluthen des Neckar gefährdete Feſte geweſen ſei, die durch die Ableitung des Neckar bei Ladenburg gerettet werden ſollte. Einer der älteſten Zeugen der desfallſigen Volksſage iſt Abraham Saur in ſeinem 1658 gedruckten Städtebuche, worin er ſagt:„Der Neckar iſt durch Anregen der Leute, ſo umb dieſe Gegend gewohnt, bei Ladenburg in den Rhein geleitet worden, weil er dem Gerawer Land großen Schaden gethan. Auch erwähnt er alte monumenta, namentlich einen Stein mit einer Inſchrift in Rom, wonach Tribur ſich altera Roma genannt und darum von den Römern zerſtört worden ſei. Es ſind von der alten Stadt überblieben 5 Kirchen (alſo wieder Verwechſelung mit Trier) und ein einiger ſteinerner Bauw. Man ſagt, Oppenheim ſei aus Behülff dieſer Steine erweitert worden.“


