Aufsatz 
Abhandlung über die Vorbildung der Aspiranten für das Schullehrer-Seminar
Entstehung
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ſen erhielten. Eine ſchöne für die nächſten Zwecke geeignete Inſectenſamm⸗ lung erhielt die Anſtalt von dem Herrn Profeſſor Barbieur iu Hadamar.

An Erhaltung des mathematiſchen, kalligraphiſchen und Zeichen⸗ apparates hat es nicht gefehlt.

Die ſchönſte Zierde, welche dem Seminarſaale zu Theil wurde, war das Bildniß Sr. Durchlaucht des Hochſeligen Herzogs Wilhelm, in Oel gemalt von unſerm Zeichenlehrer Herrn Beyer. Dieſes Bild wird ſowohl für die Zeitgenoſſen des Hochſeligen Herrn, als auch fuͤr alle künftige Freunde des vaterländiſchen Schulweſens, ein gar lebendiges Intereſſe haben, da Er der Schöpfer einer ganz neuen Schulorganiſation im Vaterland war, und Seine Huld auch insbeſondere dem hieſigen Seminarium zuwandte.

Dieſem Bildniß gegenüber ſteht im Prüfungsſaale eine ſehr Fürſtliche Gabe Seines Sohnes, unſeres Gnädigſten Herzogs Adolph. Seine Ho⸗ heit hat unſerer Anſtalt nämlich eine Orgel bewilligt, deren Werth zum Höchſten Danke auffordert, zumal da ſie den Zwecken des Seminariums auf das vollkom⸗ menſte entſpricht. Schon im vorigen Programm wurde dieſes Inſtrumentes er⸗ wähnt. Im Laufe des Sommerſemeſters 1847 wurde es von dem geſchickten und ehrenwerthen Orgelbauer Voigt zu Igſtadt hierher gebracht und aufgeſchlagen. Die Arbeit lobt den Meiſter, wie alle Kunſtverſtändige ſagten. Für die früheren Zöglinge des Seminars und nunmehrige Lehrer, ſowie auch für die Herren Geiſt⸗ lichen möchte vielleicht folgende kurze Beſchreibung der Orgel, welche unſer Herr Muſillehrer Feye gibt, nicht ohne Intereſſe ſein. Die neue Seminarorgel hat 17 klingende Stimmen, welche ſich in nachſtehender Weiſe auf 2 Manuale und 1 Pedal vertheilen.

A. Hauptmanual.

1. Principal, 8 Fuß, engl. Zinn; die untere Octave von Holz; ſteht vom kleinen c an im Proſpect. 2. Viola di Gamba, 8 Fuß, Metall; die 10 tiefſten Pfeifen im Geſicht.

3. Octave, 4 Fuß, Metall; die 5 tieſſten Pfeifen im Geücht. 4. Drintargn, 16 Fuß, Metall.