Aufsatz 
Die Lehre von der Rechtfertigung aus dem Glauben : vom ethischen Gesichtspunkte aus dargestellt / von August Dieckmann
Entstehung
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D. Zur Geſchichte der Schule.

Am 1. Oktober 1890 fand ein Wechſel in der Leitung der Anſtalt ſtatt. Herr Direktor Nodnagel ſiedelte nach Darmſtadt über, um die Leitung des dort neu gegründeten Zweiten Gymnaſiums zu übernehmen, und der Unterzeichnete*), bis dahin Lehrer am Gymnaſium zu Mainz, trat an ſeine Stelle. Die Liebe und Verehrung, die ſich Herr Direktor Nodnagel während ſeiner kurzen Wirkſamkeit in Worms bei den Lehrern und Schülern, ſowie bei den Eltern und der ganzen Ein⸗ wohnerſchaft erworben hatte, wurde bei ſeinem Abſchiede in hohem Maße offenbar und wird ihm auch in der Ferne unverloren bleiben.

Gleichzeitig ſchieden drei tüchtige Lehrer aus, die unſerer Anſtalt teils länger, teils kürzer treue Dienſte geleiſtet hatten. Herr Dr. Quentell wurde zum Direktor der Realſchule in Michel⸗ ſtadt ernannt, Herr Dr. Henſell wurde an das Neue Gymnaſium zu Darmſtadt und Herr Dr. Strack an das Realgymnaſium und die Realſchule zu Gießen verſetzt. Zur ſelben Zeit verließen uns auch die Mitglieder des pädagogiſchen Seminars, da dieſes Seminar nach Darmſtadt verlegt wurde.

Herr Sauer ſchied bereits im April aus der Anſtalt aus. Herr Dr. Keller ging im Mai an die erweiterte Volksſchule zu Langen über.

Im April wurde Herr Dr. Schäfer als proviſoriſcher Gymnaſiallehrer unſerer Anſtalt zu⸗ geteilt; im Oktober traten die Herren Dr. Maurer**) und Knöpfel**) als ordentliche Lehrer und die Herren Dr. Keil und Hof als proviſoriſche Lehrer ein.

Die Herren Henk, Kircher und Diehl verblieben als Volantäre bei unſerer Anſtalt.

Herr Dr. Scheuermann, der ſeit Herbſt 1887 an unſerer Anſtalt thätig iſt, wurde im Dezember 1890 definitiv angeſtellt.

An Stelle des an das Neue Gymnaſium zu Darmſtadt verſetzten Pedellen Brückmann trat am 1. Oktober 1890 der bisherige Fußgendarm Philipp Fuchs.

Herr Dr. Seip, der vom 28. Juli bis zum 22. September 1890 zu einer militäriſchen Dienſtleiſtung eingezogen war, wurde von Herrn Berger(Mitglied des pädagogiſchen Seminars),

*) Dr Bernhard Mangold, Sohn des Bofmuſikdirektors C. A. Mangold zu Darmſtadt, geboren 1852, ſtudierte von 1869 15 klaſſiſche Philologie in Gießen und Leipzig und hielt ſich dann zur Fortſetzung ſeiner Ausbildung zwei Jahre in London und ein Jahr in Florenz auf. Von(Ooſtern 1827 bis Oſtern ises war er als HBilfslehrer, von da bis Oſtern 1880 als ordentlicher Lehrer am Franzöſiſchen Gymnaſium zu Berlin thätig. Dieſe Thätigkeit wurde durch einen einjährigen Aufenthalt in Paris(Oſtern 188182) unterbrochen. Oſtern 1880 wurde er an das Gymnaſium zu Mainz berufen.

**) Dr. Cheodor Maurer, geboren zu Darmſtadt 1837, abſolvierte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt Herbſt 1855, ſtudierte klaſſiſche Philologie in Gießen, Berlin und Bonn, machte 1859 1800 ſeinen Acceß am Gymnaſium zu Darmſtadt, wirkte von 1862 1877 als Inſtitutsvorſteher daſelbſt, trat Herbſt 18c? in den Staatsdienſt und wirkte am Gymnaſium zu Mainz bis Herbſt 1800, wo er an hieſige Anſtalt verſetzt wurde.

as) Ludwig Unöpfel, geboren zu Hanau 185, abſolvierte das Gymnaſium zu Mainz 1875, ſtudierte Natur⸗ wiſſenſchaften und Mathematik in Marburg und Straßburg, machte ſeinen Acceß an dem Realgymnaſium und der Realſchule zu Mainz und wurde daſelbſt und dann an der Realſchule zu Oppenheim proviſoriſch verwendet. Am 1. April 188¼ wurde er in Oppenheim definitiv angeſtellt und am 1. Oktober 18900 hierher verſetzt,