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gegebene, in ihm beruhende Gerechtigkeit, die Glaubensgerechtigkeit, 51 ααα0 M/O01¹(viſc) nlorece (Röm. IV, 11 und 13) will nichts anderes ſein, als eine von Gott begründete Gerechtigkeit (51XAtOGOvI d.0), als eine Gerechtigkeit von Gottes Gnaden. In dieſer Hinſicht ſteht dem e- lOrSG StXArodedet(Röm. V, 1) das 5 kH„ SrkaAtooede(IV, 2) gegenüber. Bei der Werkgerechtigkeit iſt das ſittliche Princip ein äußerliches; zugleich verkennt der Menſch dabei ſeine ſittliche Unzulänglichkeit.
Indem nun aber der Glaubende das rechte ſittliche Princip vertritt, ſo vermag er auch das in Sünde und Schuld ihm auf ſeinem Wege zu Gott entgegenſtehende Hindernis zu überwinden. Für den Sünder gilt es, die verlorene Gnade wiederzugewinnen. Hierzu aber befähigt den Glauben ſein eignes ethiſches Weſen. Der Glaube wurzelt nämlich in Rückſicht auf die Sünde in der Buße oder Sinnesänderung(usrd-otxα); dieſe iſt für den Sünder die unerläßliche Vorſtufe zum Glauben. Mark. 1, 15: Msravostts αl πνοαtiεs εν i dνꝓενερο. Da wir alle Sünder ſind, ſo müſſen wir, um glaubend die Gnade wiederergreifen zu können, unſer ganzes Leben zu einer unaufhörlichen Buße geſtalten(Luther's Forderung in der erſten der 95 Theſen). Die Buße aber enthält die allſeitige ſittliche Arbeit des Menſchen an ſich ſelbſt und bedeutet keineswegs einen abſoluten Verzicht auf das eigne ſittliche Vermögen. Mit der Selbſterkenntnis, mit der Einſicht in die eigne ſittliche Verkehrtheit und das Elend der Sünde verbindet ſich in der Buße der ernſte Entſchluß zur Rückkehr zu Gott. Die hl. Schrift bezeichnet die Aufgabe der Buße als Bekehrung. Darin liegt ein Doppeltes: Abkehr von der Sünde und Hinkehr zu Gott. Die Buße iſt eine totale Herzens⸗ und Willensveränderung in uns. Indem aber ſo die Buße an unſern Willen appelliert, daß er eine völlige Umkehr vollziehe, bereitet ſie das Wirken Gottes an unſerer Seele vor. Und im weitern Verlaufe geſtaltet ſie ſich gänzlich zu einem Werke Gottes. Dem entſpricht es dann, daß ſie der Gnade Gottes, nach der ſie verlangt, auch teilhaftig wird. So vollzieht ſich der Übergang der Buße in den Glauben. Im Glauben vollendet ſich die Buße. Wie die Buße unſer und zugleich Gottes Werk iſt, und wie ſie den Weg zur Gnade bahnt, zeigt deutlich ſchon das A. T. Jeſaja 55, 7:„Der Gottloſe laſſe von ſeinem Wege und der übelthäter ſeine Gedanken und bekehre ſich zum Herrn, ſo wird er ſich ſeiner erbarmen und zu uuſerm Gott, denn bei ihm iſt viel Vergebung“. Jer. 31, 18:„Bekehre du mich, ſo werde ich bekehret“(a)). Mal. 3, 7:„So bekehret euch nun zu mir, ſo will ich mich zu euch kehren.“ Auf die Bekehrung folgt Leben und Seligkeit(Ezech. 33, 11). Dieſer Zuſammenhang von Buße und Sündenvergebung wird im N. T. beſtätigt. Apgſch. 3, 19:„So thut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden vertilget werden, auf daß da komme die Zeit der Erquickung ꝛc.“ Mit der Buße kehrt die druαᷣ‿αιοσ νη εο in die Seele ein und mit ihr die Gnade. Schön ſagt Thomas von Kempen(de imit. Chrisfi III, 52, 3):„In vera contritione et cordis humiliatione nascitur spes veniae, reconciliatur perturbata conscientia, reparatur gratia perdita, tuetur homo a futura ira, et occurrunt sibi mutuo in osculo sancto Deus et paenitens anima.“ Durch Buße und Glaube vollzieht ſich die ſittliche Erneuerung des Menſchen, die Wiedergeburt, und in dem Verhältnis der ſo eintretenden Umwandlung, die zugleich eine Neu⸗ ſchöpfung iſt(vgl. Joh. III, 3 und 5) kann und wird Gott ſein rechtfertigendes Urteil über uns ergehen laſſen, unſere Sünden vergeben: Nicht unſer Werk und Verdienſt, Gottes Werk iſt es, auf das Gott in der Rechtfertigung das Siegel ſeiner Anerkennung und Beſtätigung drückt. Allein


