Aufsatz 
Reisebericht (über die Taubstummen-Institute in Münster, Halberstadt, Magdeburg, Berlin, Dresden, Prag und Gmünd) : Fortsetzung und Beschluß
Entstehung
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1. Geſchichte der Anſtalt im Schuljahre 18 ¼.

Den Freunden unſrer Anſtalt und den Eltern unſrer Zöglinge geben die folgenden Zeilen Nachricht über die vorzüglicheren in dem verfloſſenen Schul⸗ jahre vorgekommenen Ereigniſſe.

Es beſuchten die Anſtalt 42 Zöglinge, 29 Knaben und 13 Mädchen, von welchen 37 dem Inlande und 5 dem Auslande angehören. Drei Knaben bekennen ſich zur moſaiſchen Religion; die übrigen Kinder gehören den beiden chriſtlichen Confeſſionen an.

Nach der Frühlingsprüfung des vorigen Jahres wurden 16 Zöglinge, 10 Knaben und 6 Mädchen, darunter 2 wegen Mangel an Bildungsfähigkeit ent⸗ laſſen.

Das neue Schuljahr begann am 1. Juni 1847 und es wurden in den neuen Unterrichtscurſus 2 Knaben und 3 Mädchen aufgenommen.

Zur Befähigung im Unterrichten taubſtummer Kinder und zur Aushilfe wurden mit Anfang des Schuljahres die Schulkandidaten Philipp Deußer von Mensfelden und Chriſtoph Fiedler von Oeſtrich in die Anſtalt dirigirt.

Der Frauenverein hat auch in dieſem Schuljahre den Unterricht in weiblichen Handarbeiten überwacht und gefördert, wofür ihm der wärmſte Dank hiermit ausgeſprochen wird. In dem gewerblichen Unterrichte der Knaben iſt dadurch eine Veränderung eingetreten, daß Dreher Dernbach im Laufe des Jahres ſtarb und Werkführer Stehling deſſen Stelle übernahm.

Die Lehrer der Anſtalt machten im Sommer mit den Zöglingen der An⸗ ſtalt mehrere Ausflüge in die Umgegenden von Camberg. Oberlehrer Deußer beſuchte die Verſammlung deutſcher Taubſtummenlehrer in Pforzheim, weshalb die Herbſtprüfung ſchon am 30. September gehalten werden mußte.