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erwiedert, daß dies nur bei Wenigen der Fall geweſen, die feſtgeſetzte Unterrichts⸗ zeit habe man aber noch bei keinem abkuͤrzen koͤnnen.
Die Taubſtummenſchule zu Halberſtadt iſt durch ihre fleißigen, tuͤchtigen Lehrer auf einen guten Standpunkt gefuͤhrt worden; und wenn ich dem Geruͤchte glauben darf, ſo waͤre ſie unter den vier Seminar⸗Taubſtummenſchulen der Provinz Sachſen eine der beſten.— Die Ausſprache der Kinder iſt correct und gelaͤufig, ihr Weſen geweckt und denkend, ihre geiſtige Entwickelung uͤberhaupt ſehr befriedigend und weit gefoͤrdert. Die Proben von ſchriftlichen Arbeiten, welche mir vorlagen, liefern den erfreulichen Beweis, daß auch in dieſer Be⸗ ziehung Moͤglichſtes geleiſtet wird und ihre wuͤrdigen Vorſteher, die Fortſchritte und Anforderungen der Zeit wahrnehmend, wacker das Beſſere anſtreben.
Hr. Aeplinius hat fruͤher intereſſante Beobachtungen uͤber die Gehoͤrfaͤhig— keit taubſtummer Kinder angeſtellt und durch den ſchmetternden Schall der Trompete die Gehoͤrgrade derſelben zu ermitteln und zu ſtaͤrken geſucht. Nach den gemachten Beobachtungen und Erfahrungen hoͤren alle Taubſtumme noch etwas, aber ihre Gehoͤrfaͤhigkeit hat verſchiedene Grade. Die intereſſanten Bemerkungen und muͤhſamen Berechnungen, welche Aeplinius uͤber die Sache gemacht und geſammelt hat, ſind eben ſo wichtig als beachtenswerth— und waͤre im Intereſſe des Taubſtummenweſens zu wuͤnſchen, daß er ſeine Erfahrungen und Anſichten daruͤber recht bald veroͤſſentlichen moͤchte.
Herr Seminardirector Dr. Steinberg, welcher mir uͤberall mit groͤßter Zuvorkommenheit begegnete, hatte die Guͤte, mir auch die Einrichtung der Seminaranſtalt zu zeigen, die eben ſo geregelt und muſterhaft iſt, wie der thatkraͤftige Mann ſelbſt in ſeinem Wirkungskreiſe, woraus ich mir denn auch die Liebe und Hochachtung erklaͤren konnte, womit ihm die untergebenen Lehrer und ſeine Zoͤglinge zugethan ſind. Ueber die Leiſtungen der Taubſtummenſchule aͤußerte er ſeine vollkommene Zufriedenheit, mit jener lobenden Bemerkung, daß Hr. Oberlehrer Aeplinius bei ſeinem muͤhevollen Wirken in der Anſtalt ſich auch noch die gewerbliche Ausbildung der entlaſſenen Zoͤglinge recht angelegen ſein laſſe, wofuͤr er gewiß alle Anerkennung verdiene, aber auch die Liebe ſeiner taubſtummen Zoͤglinge beſitze.— Was ſodann den ferneren Beſtand der Taubſtummenſchulen in der Provinz Sachſen betreffe, ſo ſeien die Ausſichten


