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wohl hauptſächlich deshalb noch verhältnismäßig ſchwach geweſen, weil an der Realſchule das Reifezeugnis für den einjährigen Militärdienſt von dem Lehrerkollegium ohne Abgangsprüfung ausgeſtellt werden konnte, während an der Landwirtſchaftsſchule die Erteilung des Reifezeugniſſes erſt auf Grund einer Reifeprüfung erfolgie Vom nächſten Schuljahr an werden jedoch auch an allen heſſiſchen Realſchulen die Reifeprüfungen eingeführt.
Ferner werden die Landwirtſchaftsſchüler, die ſeither ſtärker als die Realſchüler von Schularbeiten in Anſpruch genommen waren, die Erleichterung erhalten, daß von Oſtern 1894 an in den drei Land⸗ wirtſchaftsſchulklaſſen Engliſch wegfällt, alſo dort nur noch 1 fremde Sprache(Fränzöſiſch) unterrichtet wird. Dafür wird die Zahl der franzöſiſchen und deutſchen Stunden und in der 3. Klaſſe der Algebra vermehrt. Die geſamte wöchentliche Stundenzahl bleibt in der 3. Landwirtſchaftsſchulklaſſe 36, in der 2. Klaſſe 37 und ermäßigt ſich in der 1. Klaſſe von 38 auf 37.
Mit Beginn des Schuljahres 1894/95 werden noch eine Anzahl Fächer, die bisher ganz, oder teilweiſe in beiden Anſtalten gemeinſchaftlich unterrichtet wurden, getrennt. Zur Ausführung dieſer Ander⸗ ung wird eine neue Lehrkraft, die bereits im Budget vorgeſehen iſt, erforderlich.
Außerdem iſt eine weitere landwirtſchaftliche Lehrkraft im Voranſchlag angeſetzt, um noch eine Landwirthſchaftsklaſſe oben anzureihen. Dieſe Erweiterung wird jedoch erſt dann eintreten, wenn die nötige Schülerzahl für eine aufzuſetzende Klaſſe vorhanden ſein wird.
In den beiden nachſtehenden Tabellen folgt eine Zuſammenſtellung der Lehrkräfte, die in den 25 Jahren an unſerer Schule thätig waren, ferner eine Angabe der jährlichen Schülerzahl.


