Aus den Lebenserinnerungen des Königlich Hannoverſchen Generalſchuldirektors Friedrich Kohlrauſch(1780— 1867). Ein Beitrag zur Geſchichte des eelſi en Senlweſons
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Es liegt weniger in der Abſicht dieſer Zeilen, die Leſer in die Werkſtätte der Schul- verwaltung oder in die geſamte organiſatoriſche Tätigkeit des Mannes einzuführen, als vielmehr allgemein menſchliche Züge der ſcharf ausgeprägten Perſönlichkeit und Erlebniſſe, die das Intereſſe weiterer Kreiſe beanſpruchen, hier auszuwählen.
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m 1. November 1780 in Landolfshauſen(einem Dorfe in der Nähe von Göttingen), wo ſein Vater Prediger war, geboren, wuchs Friedrich Kohlrauſch, nachdem er ſchon im dritten Lebensjahre den Vater verloren hatte, unter den einfachſten Verhältniſſen auf. Er beſuchte die Dorfſchule und erhielt von dem Lehrer, einem früheren Predigtamtskan- didaten, weil er ſtudieren ſollte, den erſten lateiniſchen Unterricht. Aus dieſen erſten lateiniſchen Studien war ihm ein Vers, der ihm beſonders gefiel, noch in der Erinnerung:„ich ſaß vor der Tür und aß mein panis, da kam der Hund canis und nahm mir mein panis; da nahm ich einen lapidem und ſchmiß ihm an den capitem“. Im neunten Lebensjahr(1780) wurde er nach Hannover gebracht, wo er in die Ouinta der ſogenannten Hohen Schule eintrat. Der geringe Erfolg, den dieſer Unterricht hatte, veranlaßte die Verwandten, den Knaben in die ſogenannte Hofſchule zu bringen, wo er beſſere Lehrer hatte, freilich auch keine zünftigen Philologen, ſondern Kandidaten der Theologie. Die Schule ſtand unter der Leitung des Abtes Salfeld


