Aufsatz 
Zur Inversion der römischen Eigennamen : I. Cicero bis Livius
Entstehung
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3,2,2 sedebat ad sinistram ei Cornelius Merula consulari fam i- lia ortus et Fircellius Pavo Reatinus, ad dextram Minucius Pica et M. Petronius Passer.

3,5,18 venit ad nos Pantuleius Parra.—

und die Inverſion 1,2,7 Libo Marcius.

2 praef. 6. 11,12 Niger Turrani noster.

Von dieſen ſtammt Fircellius Pavo aus einer Municipialſtadt; Minucius Pica und Pantuleius Parra ſind ganz unbekannt, allerdings M. Petronius Passer kennen wir auch nicht genauer; Cornelius Merula, der Sprößling einer conſulariſchen Familie, der einzige, der an anderer Stelle(§ 8) mit dem Pränomen(L. Merula) genannt wird, mag im Gegenſatz zu ſeinen berühmteren Vorfahren die Ämterlaufbahn nicht be— ſchritten haben. Licinio Nervae quaestori kann, wenn man Cäſars Weiſe kennt, nicht weiterhin auffallen. 3,1,9 ad Turranium Nigrum iſt neben der zweimaligen zur Anrede dienenden Inverſion am Anfang und am Ende des zweiten dieſem Freunde gewidmeten Buches ganz am Platze. Da der Freund aber an dieſen beiden Stellen nicht etwa D. Niger oder D. Turrani angeredet wird, darf man nicht daran denken, vielleicht aus Cic. ep. ad Att. 1,6,2 das Pränomen D(ecimum) nach ad zu ergänzen. 1,2,7 Libo Marcius iſt von H. Keil ſtatt der vulgären Lesart L. Marcius aus dem Archetypus hergeſtellt worden.

Salluſt.

Mit Berufung auf einen Codex l, der zweifellos zur Gruppe der deteriores saec. XV gehörtt), neigt Lahmeyer(S. 486) zu der Annahme, daß an einer Stelle(Cat. 32,2 ed. Iordan) auch von Salluſt die „uſuelle Transpoſition“ angewandt worden ſei: Regem Marcium(l: regem marcum; die anderen martium oder marcium oder marcum regem). Dieſe Vermutung muß aber ganz abgewieſen werden. Marcium Regem kann allerdings auch nicht das Urſprüngliche ſein, wenn es ſich auch hier nicht um die erſte Erwähnung handelt. 30,3 ſtehen die 3 Namen: Q. Marcius Rex.

Salluſt fügt bei mehr als einſtelligen Namen ſtets das Prändomen zu, im Catilina bei 57 Perſonen, im lugurtha bei 31 Perſonen. Bei der Wiederholung eines dreiſtelligen Namens finden wir, abgeſehen von der Nennung mit Gentile oder Cognomen allein(Lahmeyer Note 51), neben den Verbindungen Pr.+ Gent. und Pr.+ Cogn. auch die 3. Namen zweimal verwendet: Cat. 17,3. 27,3 M. Porcius Laeca;

¹) Vgl. Ausg. von Dietſch comm. p. 10.