Aufsatz 
Die Horazischen Oden in der Schule / von Friedrich Curschmann
Entstehung
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24. Wilhelm Schleußner aus Darmstadt, St. Germanistik. 25. Jakob Schmidt aus Darmstadt, St. neuere Philologie. 26. Wilhelm von Zangen aus Darmstadt, St. Militärfach.

Die mündliche Reifeprüfung der Oster-Oberprima fand am 12. und 13. März 1886 statt. Die Funktionen des Regierungskommissarius waren dem Direktor übertragen. Folgende Schüler bestanden die Prüfung.

1. Ernst Bender aus Darmstadt, Studium Medizin. 2. Wilhelm Friedrich aus Darmstadt, St. Chemie. 3. Luagen Gerlach aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 4. Wilhelm Hofmeyer aus Nidda, St. Theologie. 5. Julius Jodël aus Pfungstadt, St. Chemie. 6. Georg Kraft aus Trebur, St. klass. Philologie. 7. Franz Leydhecker aus Tetschen-Liebwerd(Böhmen), St. Jurisprudenz. 8. Karl Lindech aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 9. Josef Loßen aus Darmstadt, St. Juris- prudenz. 10. Siegfried Oppenheimer aus Darmstadt, St. Mathematik und Naturwissenschaft. 11. Olto Osann aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 12. Maæ von Preuschen aus Darmstadt, St. Militärfach. 3. Theodor Reh aus Darmstadt, St. Ingenieurfach. 14. FPriedrich Rullmann aus Lengfeld, St. Medizin. 15. Philipp Schäffer aus Darmstadt, St. Militärfach. 16. August Schench zu Schaceinsberg aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 17. Ahein Schenck aus Darmstadt, St. Forstwissenschaft. 18. Fritz Schench aus Salzhausen, St. Forstwissenschaft. 19. Leo Seligmann aus Bingen, St. Jurisprudenz. 20. Philipp Weber aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 21. Werner Wittich aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 22. Karl Zimmermann aus Darmstadt, St. Ingenieurfach.

Am 31. Okt. 1885 fand unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Oberschulrats Becker bei unsrer Anstalt eine Maturitätsprüfung statt, die für solche Examinanden angeordnet war, die nicht Schüler eines Gymnasiums waren. Dieser Prüfung unterzogen sich drei Exa- minanden, von denen zwei dieselbe bestanden.

6. Die Gesundheit eines nicht geringen Teils unseres Lehrerkollegiums ließ, wie sich teilweise schon aus den obigen Mitteilungen ergibt, auch im zurückgelegten Schuljahr vieles- zu wünschen übrig. Es waren mehrmals längere Vertretungen zu veranstalten. Unser Lehrer- kollegium leidet u. a. unter der Ungunst der unzweckmäßig eingerichteten Schullokale, in denen es seinem an sich schon sehr beschwerlichen Berufe lebt. Unter den Schülern zeigte sich nach Pfingsten vorigen Jahres eine in fast allen Klassen rasch sich verbreitende Augen- entzündung. Herr Kreisarzt Medizinalrat Dr. Neidhart sowie die Herren Augenärzte, Geheimerat Dr. Weber, Dr. Brückner und Dr. F. W. Hoyrmann, sowie Herr Dr. von Hesse unterzogen diese Krankheit einer sorgfältigen Untersuchung, indem sie die Augen sämtlicher Schüler wiederholt beobachteten. Es ist kein Zweifel, daß es zum Zweck der Schonung der Augen unsrer Schüler dringend notwendig ist, allen unsren Schulsälen die erforderliche Lichtmenge baldigst zuzuführen. Daß dies möglich ist, erweist sich leicht. Möge die Abhülfe nicht fern sein! Möge es überhaupt gelingen, zum Besten der Lehrer und Schüler unsre Schulgebäude nach den Forderungen der Schulhygieine, so gut als möglich, umzugestalten!

Diesen Forderungen entsprechend haben wir bereits in den letzten Juliferien unsre sämt- lichen Schulsäle mit den Lickroth'schen Normalschulbänken ausgestattet. Zum Zweck der Ausführung der betreffenden Arbeiten war es nötig, die Juliferien um 8 Tage zu verlängern.

7. Es ist noch zu erwähnen, daß der Pedell Georg Peter Ewald, nachdem er zum Diener des Kreisamts Darmstadt ernannt worden, am 30. Nov. v. J. aus dem Dienst unsrer Anstalt austrat, und daß seine Stelle dem Amtsgerichtsdiener Johann Jost Müller aus Reinheim mit Wirkung vom 1. Febr. 1886 übertragen wurde.