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erzäblende u. beſchreibende Proſaſtucke in Kehrein's Leſeb. I. Deklamationsübungen. Aufſäte: kleine Grzählungen, Be⸗ ſchreibungen, Briefe. 3 St. Cellaborator Hehel. 7 Die Lehre vom zuſammengezogenen Satze und von der Satzverbindung. Sprachliche und ſachliche Erklärung ausgewählter proſaiſcher und poetiſcher Stücke in Kehrein’s Leſeb. I. Anleitung im Disponiren. Aufſäßze; Declamation.
2 St. Regens Walter. IV. Cl. Die Lehre vom zuſammengeſetzten Satze. Lec⸗ türe in Püt Leſeb. Aufſäßze. Declamation. 2 St. Conrector Dr. Deutſchmann. III. Cl. Grammatik: Saßgefüge u. Periode. Lektüre:
Ertlärung exiſcher Gedichte in Kehrein's Leſeb. II. unter beſonderer Berückſichtigung der Metrik, ſowie der Figuren und Tropen. Aufſäte. Deklamation. 2 St. Profeſſor Meiſter.
II. Cl. Das Wichtigſte aus der Rhetorik. Geleſen wurden Romanzen, Balladen, eine poetiſche Erzählung und einige Proſaſtücke in Kehrein's Leſeb. II. Deklamations⸗ übungen für Unterſekunda, freie Vorträge für Oberſekunda.
Aufſätze: Dispoſitionen, Abhandlungen, Reden. 2 St. Hetzel. I. Cl. Geſchichte der deutſchen Nationalliteratur, von
Opitz bis auf die neueſte Zeit, nach dem Grundriſſe von Püß. veranſchaulicht theils durch Proben, theils durch Mittbeilung des Inhalts und Charakteriſtik der bedeu⸗ tendſten Dichtungen. Geleſen und erklärt wurden Göthe's „Iphigenie“ und„Torquato Taſſo“ nach einer literar⸗ hiſtoriſchen Einleitung, und mittelhochdeutſche Dichtungen (Nibelungen, Parzival, Lieder und Sprüche der Minne⸗ ſänger), nach der von dem Lehrer herausgegebenen„Aus⸗ wahl“. Aufſätze*) und metriſche Ueberſetzungen; Vor⸗ ragsübungen. Director Dr. Schwarh.
*) Deutſche Aufſätze: Der Werth des Menſchen ent⸗ ſpricht genau dem Wertbe ſeines feſten Entſchluſſes.— Welchen Bürgertugenden und Staatsgrundſätzen verdankt Rom ſeine Weltherrſchaft?— Metriſche Ueberſetzung von Horat. carm. I, 7.— Neber die Charaktere des Oreſtes und Pylades in Göthe'’s„Ipbigenie.“— Wie wird in Göthe's„Iphigenie“ die Schuld des Oreſtes geſühnt?— Es iſt leichter, für ſein Vaterland zu ſterben als zu leben.— Trag' ein Herz der Freude offen, doch zum Widerſtand bereit.— Ueber die weltgeſchichtliche Bedeutung der Schlacht bei Tours und Poitiers.— Wodurch laſſen ſich die ſchnellen Eroberungen der Araber erklären?— Das Glück eine Klippe, das Unglück eine Schule.— Segen des Leidens, mit Beziehung auf Rückert's Ausſpruch:„Daß ſie die Perle trägt, das macht die Muſchel krank: dem Himmel ſag' für Schmerz, der dich veredelt, Dank“— Erregt das Studium der griechiſchen oder der römiſchen Geſchichte mehr In⸗ tereſſe?— Die geiſtige Kraft bewährt ſich in der Welt⸗ geſchichte wirkſamer und entſcheidender, als die pbyſiſche Ge⸗ walt.— Wie erklärt ſich die lebhafte Theilnahme, welche das tragiſche Ende des Max Piccolomini in uns erweckt?— Woher kommt es, daß Hermann im Göthe'ſchen Epos in inuigerem Verhältniſſe zur Mutter als zum Vater ſteht?—
2. Franzöſiſche Sprache.
V. Cl. Vorbereitender Curs nach dem eigenen Ele⸗ mentarbuche: Leſen. Decliniren, regelmäßige Conjugation; einfache Sätze über die Hauptregeln der Syntax; Vokabel⸗ lernen; Anfang der Lectüre und(im Winter) der Exer⸗ citien. 4 St.
IV. Cl. Grammatik nach Müller, Curs I bis zu Ende. Aus Lüdeking's Leſeb. I geieſen bis S. 75; Me⸗ morirübungen und Exercitien. 3 St.
III. Cl. Grammatik nach Müller, C. II bis§ 709; Geleſen wurde Charlemagne von Capefigue; Memorir⸗ übungen und Exercitien. 3 St.
II. Cl. Schluß der Grammatik; Stvlübungen aus Ahn’'s deutſchen Uebungsſtücken; aus Schüß größerem Leſeb. ge⸗ leſen: les Bannis, le Docteur de Canton nebſt ausge⸗ wählten Gedichten; Memorirübungen und Exercitien 3 St.
I. Cl. Lectüre: Racine's Andromaque und Molière's Avare. Ginzelne Theile von Kreyßig’s Literaturgeſchichte wurden der Reihe nach vorgetragen; Exercitien, Memorir⸗ übungen und freie Aufſätze. 2 St
Außererd. Profeſſor Barbieux. 3. Lateiniſche Sprache.
VII. Cl. Die regelmäßige Formenlehre, mündlich und ſchriftlich eingeübt nach Spieß Uebungsbuch bis S. 80; Memoriren der vorkommenden Wörter; Exercitien. 8 St.
Colombel.
VI. Cl. Wiederbolung und Ergänzung der Formen⸗ lehre. Mündliche und ſchriftliche Uebungen nach Spieß. Dazu die nöthigſten Regeln der Syntar. Wöchentl. Exer⸗ citien zu Hauſe und in der Schule. 9 St. Hetzel.
V. Cl. Wiederholung des unregelmäßigen Theils der Formenlehre; Caſuslehre; zum Theil die Tempuslehre nach Siberti, mit ſchriftlicher Ueberſetzung der entſprechenden Beiſpiele aus Spicß Uebungsbuch. Lektüre: Cornel. Nep. Aristides, Cimon, Pausanias, Conon, Dion, Iphicrates, Chabrias, Phocion, Timoleon. Schulexercitien nach Dik⸗ taten. 8 St. Walter.
IV. Cl. Tempus⸗ und Moduslehre nach Siberti, § 548— 641. Exerc. domest. nach Spieß Uebungsbuch fär Tertia p. 55— 87. Lektüre: Caesar de b. g. I. I. II. Ovid. Met. ed. Siebelis p. 1—57. Wöchentliche Schul⸗ exercitien. 8 St. Deutſchmann.
III. Cl. Grammatik: die ganze Syntax, beſonders die Tempus⸗ und Moduslehre bis§. 724, nach Meiring. Exerc. dom.& schol. wöchentl. Caesar de bell. gall. IV, V, VI c. 1— 30. Ovid. Met. ed. Siebelis Stück 8, 9, 10, 11, 12, 13, 19, 22. 9 St. Meiſter.
Was gehört zum vollen Verſtändniſſe ithwrſſche Werke?— Was macht die Griechen zu einem welthiſtoriſchen Volke?— Selbſtbeherrſchung iſt die herrlichſte Frucht des Leruens und die Krone der Bildung Tac. Agric. 4)— Iſt es un⸗ bedingt als ein Lob zu betrachten, wenn man von einem Menſchen ſagt, daß er keinen Feind habe?—


