Aufsatz 
Zur Poetik der Ballade : 3. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

59

Für die israelitischen Schüler der Anstalt fand jeden Samstag um 12 Uhr eine Exhorte in der Meiselsynagoge statt. welche der löbl. Vorstand dieses Gotteshauses für diesen Zweck bereitwilligst zur Verfügung stellte.

Der Schluss des Schaljahres erfolgte mit einem feierlichen Dankamte am 7. Juli.

Körperliche bungen der Jugend.

Außer dem regelmäßigen Turnunterrichte wurden auch andere körperliche Ubun- gen, soweit dies thunlich war, gepflegt.

Die Schüler betheiligten sich zahlreich am Eislauf und am Schwimmen. Am Eis- lauf I. a 19, I. b 16, II. a 13, II. b 12, III. a 17, III. b 28, IV. a 19. IV. b 16, V. 26, VI. 15, VII. 21, VIII. 20. Am Schwimmen in I. a 9, I. b 12, II. a 5, II. b 7, III. a 12, III. b 12, IV. a 9, IV. b 19, V. 12, VI. 14, VII. 21, VIII. 23. Die verschiedenen Schwimm- anstalten gewähren gerne Freiplätze und Nachlässe für den Schwimmunterricht.

In der Pflege der Jugendspiele ist ein bedeutender Fortschritt zu verzeichnen. Im Sinne des allerdings erst mit Beginne des folg. Schuljahres in Kraft tretenden h. Ministerial- Erlasses vom 4. Jänner 1894, Z. 30,999 wurde das Jugendspiel schon in diesem Schul- jahre einem schulgemäßen Betriebe entgegengeführt. Ganz besonderer Dank gebürt in dieser Hinsicht dem selbstlosen Wirken des im verfl. Winter aus dem Schoße des Ver- einesDeutsche Mittelschule in Prag hervorgegangenenJugendspielausschusses für die deutschen Mittelschulen diesseits der Moldau. Durch rastloses Bemühen, welches Opfer an Zeit und manche Hindernisse nicht scheute, hat dieser Ausschuss, in welchen der Lehrkörper den Director, Prof. Gustav Spengler und Prof. Anton Michalitschke entsendete, es dahin gebracht, dass auf einem sehr günstig gelegenen, nur von den oben genannten Mittelschulen benützten Spielplatze auf der sog. Kroneninsel in systematischer Weise zu Nutz und Frommen der Jugend das Spiel gepflegt wird.

Zunächst wurden die Schüler der VII. Classe Aschermann Arthur, Bloch Arthur, Hirsch Heinrich und Urbach Max und die Schüͤler der VI. CGlasse Dubsky Wilhelm und Jedlitschka Karl in der Leitung der Spiele unterwiesen und übernahmen mit großer Hin- gabe an die gute Sache die Führung der Jugendspiele. Dann wurde Mittwoeh und Sams- tag von 6 bis 8 Uhr unter der Autsicht des Prof. Spengler und des Prof. Michalitschke in wiederholter Anwesenheit des Directors gespielt. Freundliche Unterstützung und För- derung wurde dem Jugendspiele auch durch die Herren Prof. Gustav Effenberger und den Turnlehrer der Anstalt Fischer zutheil.

Die Theilnahme an den Spielen war anfangs sehr rege, wurde aber später durch das verbreitete Auftreten des Trachoms und durch ungünstige Witterungsverhältnisse sehr beeinträchtigt.

Da den Schülern ein ziemlich reicher Vorrath an Spielgeräthen von dem oben genannten Jugendspielausschusse zur Verfügung gestellt wurde, so fanden nicht nur Be- wegungs- sondern auch verschiedene Ballspiele ihre Pflege.

Im Garten der Anstalt wurde gleichfalls unter der Leitung des Directors das Ju- Pendeplal gepfest. In der Pause spielten die Schüler; ebenso Mittwoch und Samstag von 11 r.