Aufsatz 
Goethe et la Littérature francais
Entstehung
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e) Eine musikalisch-theatralische Aufführung der Gymnasiasten fand zu großzer Freude der Zuschauenden und Mitspielenden am 11. Oktober 1884 statt. Dabei wurden eine verkürzte Form des König Oedipus des Sophokles(in der Originalsprache), Scenen aus Shakespeares Julius Cäsar(deutsch) und Lessings Schatz von den Schülern dargestellt. Die, Leitung der Aufführung hatten Herr Prof. Dr. Fischer und Oberlehrer Dr. Baier übernommen die Herren Dietz und Schneider erwarben sich abermals durch ihre gütige Beihilfe den Dank der Schüler und der Schule.

3. Veränderungen im Lehrerkollegium.

a) Um Ostern 1884 traten Herr Oberlehrer Dr. Baier(an die Stelle des Herrn Oberlehrer Dr. Reinhardt) und als wissenschaftlicher Hilfslehrer für Mathematik(an der Stelle des zur Adlerflychtschule als fest angestellter Lehrer übergegangenen Herrn Dr. Schauf) Herr Dr. phil. Schindler in das Kollegium ein. Ersterer berichtet über seine Lebensumstände wie folgt:

Christian Baier, geboren zu Kassel am 23. März 1854, evangelischer Konfession, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und verließ dasselbe Ostern 1870 mit dem Zeugnis der Reife. Er studierte darauf in Berlin und Bonn und erwarb sich in Bonn die philosophische Doktorwürde im August 1874, die facultas docendi im Juni 1875. Vom Herbst 1875 an dem Gymnasium zu Elberfeld als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt, wurde er nach Ableistung des Probejahres zum ordentlichen Lehrer, Frühjahr 1882 zum Oberlehrer an der genannten Anstalt befördert. Ostern 1884 folgte er der Aufforderung zum Ubergang an das Frankfurter Gymnasium.

b) Um Michaelis 1885 mußte nach einjähriger Wirksamkeit der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Bernhard, um seine Militärpflicht als Einjähriger zu, erfüllen, 2n unserem nicht geringen Bedauern sein hiesiges Amt aufgeben. Gleichzeitig traten ein als wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Dr. Jungblut, Herr Dr. v. Oven, Herr Hochhuth, teils um Herrn Bern- hards Stelle zu ersetzen, teils wegen der neu errichteten Michaelis-Oberprima(OIb). Das seitdem vollständige Doppelgymnasium hat ein Kollegium von 25 akademisch gebildeten Lehrern und 3 Elementarlehrern, abgesehen von der Unterstützung des Turnunterrichts(6 Stunden wöchentlich) durch den Herrn Turninspektor Danneberg und von dem katholischen Separatunterricht. Die infolge der Oberklassentrennung nach und nach(seit Ostern 1883) hinzugekommenen fünf(leider bis jetat nur provisorischen) Stellen hatten im Wintersemester 1884/85 folgende Herren inne: Dr. Banner, Dr. Schindler, Dr. Jungblut, Dr. von Oven, Hochhuth. Vgl. über die Oberklassentrennung das Osterprogramm von 1883, Seite 51 f.

c) Zu Ostern 1885 wird unser lieber Kollege Herr Oberlehrer Dr. Theodor Jekel in den Ruhestand treten(siehe Abschnitt II, b, 27). Dem vortrefflichen Mann, der seit 28 Jahren in bescheidener Stille aufs treueste und sorgfältigste seine Berufspflichten an unserm Gymnasium erfüllt hat, wünschen wir vor allen Dingen Genesung. Möge das Bewußtsein, wie sehr er von allen seinen vielen Schülern und Berufsgenossen geachtet und geliebt wird, ihn über den Schmerz hinwegsetzen, schon so verhältnismäßig früh(im 54. Lebensjahr) von einer Thätig- keit scheiden zu müssen, der er sein ganzes Herz gewidmet hatte. Denn er gehörte nicht zu den Lehrern, die die Schule als eine unbequeme Last betrachten; er that gern seine Pficcht, arbeitete und lebte gern mit und unter der Jugend. Darum eben folgt ihm die Liebe. Denn wenn irgendwo