Aufsatz 
Ueber das Verhalten gewisser Salze mit organischen Säuren zu Kupferoxydsalzen / von W. Casselmann
Entstehung
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matik und der naturwissenschaftlichen Fächer duren Rescript Herzogl. Landesregierung ad Num. Reg. 40,402 provisorisch an das Realgymnasium dirigiert),

Da die Verhältnisse der Religionslehrer, des Gesang- und Zeichenlehrers ganz die- selben geblieben sind, wie sie das letzte Programm angibt, so besteht das Lehrercollegium des Realgymmasiums gegenwärtig aus folgenden Mitgliedern:

1) Director A. Ebenau.

2) Professor J. Bellinger, Ordinarius der Secunda. 3) Professor Dr. C. B. Greiss, Ordinarius von Prima a. 4) Professor Dr. W. Th. O. Casselmann, Ordinarius der Prima b. 5) Conrector W. Unverzagt.

6) Collaborator Dr. E. Hildenbrand. 7) Reallehrer F. Henrich, Ordinarius der Tertia, Dazu kommen:

8) Kirchenrath F. W. Dietz, protestantischer Religionslehrer. 9) Kaplan W. Tripp, katholischer Religlonslehrer,

10) Zeichenlehrer A. de Laspée.

11) Elementarlehrer Schirg, Gesanglehrer.

An literarischen Arbeiten sind im abgelaufenen Jahre von Mitgliedern des Lehrer- collegiums erschienen:

1) Von Conrector Unverzagt: Ueber eine neue Methode zur Untersuchung räumlicher Gebilde. Festschrift des Herzoglichen Realgymnasiums zur fünfundzwanzig- jährigen Jubelfeier des am 21. August 1839 erfolgten Regierungsantritts Seiner Hoheit des Herzogs Adolf zu Nassau, des Begründers der Anstalt.

*) Ueber sein früheres Leben und den Gang seiner Studien gibt Herr Henrich die folgende Skizze.

Ich bin geboren den 12. März 1837 zu Schwanheim, Amts Höchst besuchte die Realschule in Höchst 4 Jahre und verliess sie im Jahre 1852, um mich auf dem Gymnasium zu Hadamar veiter auszubilden. Iu Hadamar blieb ich 4 Jahre. Im letzten Jahre entschloss ich mich zum Studium der Bergwissenschaft und verliess daher mit dem Zeugnis der Reife für Prima die Anstalt. Das Blei- und Silber- bergwerk zu Holzappel besuchte ich darauf ein halbes Jahr lang. Im Herbste 1856 bezog ich die poly- technische Schule zu Carlsruhe, um mich in denjenigen Gegenständen auszubilden, die im Staatsexamen für Berg- und Hüttenleute verlangt werden. Nebenbei hörte ich noch Vorträge üuber Literatur und Ge- schichte. Zwei Jahre blieb ich in Carlsruhe und besuchte dann ein Jahr lang die Bergacademie zu Freiberg, wo ich mich besonders dem Studium der Mathematik und Mechanik widmete. Im Jahre 1860 bestand ich das Staatsexamen in der Bergbau- und Hüttenkunde. Im folgenden Jahre ubernahm ich die Ausführung einer Triangulation zu Caub, nach deren Vollendung ich mich zum Lehrfache für Mathematik und Naturwissenschaften entschloss, weil die Aussichten auf eine Anstellung als Berg- oder Húttenmann nicht günstig waren. Privatim studierte ich nun noch diejenigen Gegenstände, die von einem Candidaten der höhern Realwissenschaften im Staatsexamen verlangt werden, Zu diesem Examen wurde ich laut Rescript Herzoglichen Ministeriums vom Jahre 1862 zugelassen. Im Herbste des nämlichen Jahres wurde ich an der Realschule zu Geisenheim verwendet und im Herbste des folgenden Jahres zu dem Examen in den höhern Realwissenschaften einberufen. Nachdem ich dieses Examen bestanden und in Geisenheim definitiy angestellt worden war, wurde ich am ersten Januar 1865 an das hiesige Realgymnasinm gezogen.