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h h lehren, letzteres sei Wasser, in welchem 1 Atom Wasserstoff durch Kalium vertreten, möchte, da beide in chemischer Beziehung auch nicht die mindeste Aehnlichkeit besitzen, schwer zu begreifen sein. Will man mit jenem Ausdruck lediglich sagen die Formeln beider stimmten in der angegebenen Weise überein— was nach der Art und Weise, wie Gerhardt und Williamson ihre Thecrien entwickeln, zu vermuthen steht,— so dürfte jene Darstel- lungsweise wenigstens nicht auf den möglichst hohen Grad von Klarheit Anspruch machen können. Aehnlich verhält es sich mit den Bestrebungen Gerhardts alle Verbindungen aus den Grundtypen HO, H Cl, H und NH ableiten zu wollen.
In den letzten Jahren haben sich die Ansichten der Chemiker über das Substitutionsge- setz geläutert und der Ausdruck, welchen es in Folge dessen erhalten hat, möchte sich etwa folgendermassen bilden lassen: Wenn in einer Verbindung ein oder mehrere Elemente durch eine gleiche Atomenanzahl eines oder mehrerer anderer Elemente oder auch von gewissen Atomcomplexen ersetzt werden, ohne dass sich der chemische Charakter der ursprünglichen Substanz wesentlich verändert, so ist anzunehmen, dass letztere und die Derivate derselben zu einem und demselben Typus gehören, in dessen Bereiche der Charakter der Verbindungen ausser durch das Wesen der einzelnen Elemente, die darin enthalten, noch durch die Art und Weise, wie letztere zu einander gruppirt sind, wesentlich bedingt wird. Dass Vorgänge der Substitution in diesem Sinne statt finden können, ist ausser durch die früher bekannten Beispiele(Chloressigsäure) in letzterer Zeit namentlich durch die Epoche machenden Arbeiten von A. W. Hofmann über die Amine dargethan worden. Dass die Chloressigsäure wirklich so zu sagen eine Essigsäure ist, in welcher aller Wasserstoff durch Chlor, dass die Amine wirklich Wiederholungen des Ammoniaks sind und absolut denselben chemischen Charakter haben, obwohl ein Theil oder aller Wasserstoff in ihnen durch Alkoholradikale oder wieder durch gechlorte etc. Substitutionsderivate der letzeren vertreten ist, sind Thatsachen, welche über allem Zweifel erhaben. Es mag aus diesem Gesichtspunkte ebenfalls keinem Anstand unterliegen, wenn man alle organischen Verbindungen, welche denselben chemischen Charakter besitzen z. B. die Alkohole, die Aetherarten, die Säuren von der Formel(anllanOa aus einem einzigen Stamm, nämlich dem Methylalkohol, dem Methyläther und dem Ameisensäure- hydrat nach und nach durch wiederholte Substitution eines Atomes Wasserstoff durch Me-
.* welche die Formel des Wassers als 0 und die des Kalihydrats als 4 0 annehmen,
*) Gerhardt setzt das Kquivalentgewicht mancher Elemente übereinstimmend mit der gewöhnlichen Annahme und schreibt ihre Symbole alsdann mit kleinen Buchstaben(h= 1); er verdoppelt dage- gen die übrigen, so dass C= 12, 0= 16 ist.


