Aufsatz 
a) Rede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Schillers. b) Rede zur Feier des 100jährigen Todestages des Grafen von Zinzendorf
Entstehung
Einzelbild herunterladen

29

Er unterwarf die Anſtalt vom 6 9. Juli einer ſorgfältigen Reviſion. Es waren für Lehrer und Schüler Tage mannichfaltiger Anregung und Förderung, die mit dem innigen Dank den lebhaften Wunſch erweckten, daß unſerer Provinz recht lange ein Mann erhalten werden möchte, der eine ſo lebendige und wahre Begeiſterung für die höchſten Ziele der Jugendbildung mit ſo tiefer Einſicht in ihre Bedürfniſſe und ſo aufrichtigem Wohlwollen verbindet. 15*

Das Lehrer⸗Collegium hat in dieſem Schuljahre mehrere Veränderungen erfah⸗ ren. Mit dem Schluß des vorigen verließ die Anſtalt Dr. Müller, um das Pfarr⸗ amt in Gehrden bei Leitzkau zu übernehmen. Die Anſtalt, welcher er leider nur eine verhältnißmäßig kurze Zeit angehörte, ſah ihn mit herzlichem Dank für ſeine mit großer Treue und Tüchtigkeit geleiſteten Dienſte und mit den beſten Wünſchen ſcheiden. Um die entſtandene Lücke auszufüllen trat der Candidat der Theologie Wilhelm Theodor Jericke aus Wittenberg als Hülfslehrer ein. Zu derſelben Zeit gab der Hülfslehrer Hundt den Unterricht, den er mehrere Jahre hindurch mit erfolgreichem Eifer ertheilt hatte, auf, um eine Lehrerſtelle an der höhern Bürgerſchule zu Schwerte anzutreten. Eine Anzahl der dadurch vacant gewordenen Stunden wurden dem Hülfs⸗ lehrer Ernſt Maximilian Weicker übertragen. Zu Neujahr übernahm der Col⸗ lege an der Realſchule Hahnemann den bis dahin vom Schulamtscandidaten Fiſcher ertheilten mathematiſchen Unterricht in Untertertia. Zu Oſtern ſchied der Schulamts⸗Candidat Dr. Vorreiter von der Anſtalt, um eine Lehrerſtelle an dem Gymnaſium zu Gütersloh zu übernehmen; der Candidat d. Theol. Krüger trat an ſeine Stelle. Wenn ſomit wiederum mannichfaltige Wechſel in der Beſetzung vieler, zum Theil ſehr wichtiger Stunden nöthig wurden, ſo blieben wir doch andrerſeits von Störungen durch Krankheiten oder andere hindernde Ereigniſſe durch Gottes Gnade verſchont.

WV. Statiſtiſches.

Im Laufe dieſes Jahrs verließen zwölf Scholaren nach abgelegter Maturitäts⸗ prüfung die Anſtalt und zwar: 24 A. zu Oſtern: 1 2 857 1. Der Stadtſcholar Bernhard Franz Heinrich Schwabe aus Eisleben,

Sohn des verſtorbenen Herrn Hofraths Schwabe, 18 Jahr alt, evangeliſcher